Floh (Pulex), Insektengattung, welche, obgleich flügellos, doch wegen der Beschaffenheit ihrer Mundteile und der vollständigen Verwandlung zu den Zweiflüglern Diptera) oder Fliegen gerechnet werden muß, bei welchen auch noch andere flügellose Gattungen vorkommen. Indessen zeigen die Heust doch durch den Bau ihrer Augen und ihrer Bru tringe so bedeutende Verschiedenheiten, daß man eine eigene Gruppe (Aphaniptera) für sie gebildet hat. Die Flöhe sind mit Springfüßen und Saugrüssel versehen und haben einen sehr kleinen, drehrunden Kopf, kurze Brust, kleine, sechsgliederige Fühler und einen unverhältnismäßig großen Hinterleib ohne Verlängerung. Die ziemlich zählreichen Arten dieser Gattung leben sämtlich schmarotzend auf Säugetieren und Vögeln, von deren Blute sie sich nähren. Der gemeine Floh (P. irritans) ist über die ganze Erde verbreitet, aber vorzüglich in warmen und trockenen Ländern sehr häufig, sodaß er daselbst für die Menschen zur großen Plage wird. Der F. legt gegen 20 Eier in die Fugen der Zimmerdielen, der Stubendecken und zwischen die Haare der Haustiere. Nach 6—12 Tagen entwickeln sich daraus kleine, fußlose, mit ringelweise verteilten Borsten besetzte Maden, welche sich nach 8 Tagen zu Puppen umgestalten. Nur große Reinlichkeit und vor allen Dingen fleißiges Waschen des Zimmerbodens kann den F. and vertreiben oder doch sehr beschränken. Der Sandfloh (Sarcopsylla penetrans), auch Nigua oder Chique genannt, ist viel kleiner und in Westindien und Südamerika auf staubigen, heißen Plätzen in der Nähe der Häuser einheimisch. Das befruchtete Weibchen gräbt sich bei den Menschen und auch bei den Haushunden unter die Haut der Zehenspitzen, der Sohlen und Fußballen ein und wächst darin zu einer weißen Kugel vom Umfange eines kleinen Schrotkorns heran, wodurch unangenehmes Jucken und bei Vernachlässigung Eiterung, wohl auch schlimme Geschwüre entstehen. Die aus seinen Eiern schlüpfenden Maden vermehren noch die gefährliche Entzündung. Man gräbt ihn, ehe er die Eier gelegt hat, vorsichtig aus. Der Hundsfloh (P. canis) ist beinahe schwarz und hat große Augen; er findet sich auf Hunden, Katzen u. s.w.