Flötz, Fletz, masc. U. neutr., I. (Hochb.) in Süddeutschland etc. Hausflur. — 2. (Bergb.) auch Flößsschicht, franz. ouche horizontale, veine, engl. layer, vein, seam, ital. filone, span. capa, eine Schicht, sofern sie aus einer angeschwemmten, auf neptunischem Wege erzeugten Gebirgsart besteht, was sich meist schon durch ziemlich wägrechte Schichtung anzeigt, wenn diese Lage nicht durch spätere Naturereignisse verändert worden ist. Wenn ein F. Dach und Sohle hat, so heißt dies zusammen das Geschicke. Wenn zwei Fie eine gemeinschaftliche Sohle haben, so heißen sie ein Geschütte. Klüfte in der Sohle heißen Schlotten. F.e kommen meist in Vorgebirgen und hohen Gebirgen vor u. führen die bes. in Fen vorkommenden Schiefer, Steinkohlen, Eisensteine, Galmei⸗, Blei und Zinnerze etc. Die Abbauung solcher glöherze, der Flötbau, geschieht bei schmalen Gängen durch Krummhölzerarbeit, bei hohen durch den Sitzstock, die Klopfarbeit u. Keilhauer, bei sehr flachen durch das Sohlen ; s. d. betr. Art. Clötzen od. Podest, m., frz. palier, m., engl. landing-Place, resting-place, Ruheplatz auf einer Treppe (s. d.). Flöhentreppe, Treppe mit Podesten, s. Treppe. öherz, n., im Flötzgebirg liegendes Erz. Clötzformation, k., s. v. w. zusammengeschwemmtes Gebilde; die Gebirge dieser Formation, die Flöhgebirge, lagern meist auf Ur-und Uebergangsgebirgen, deren Vertiefungen ausfüllend, aber nicht bis zu den höchsten Stellen hinauf; sie entstanden wahrscheinlich durch mehrfache Wasserbedeckungen. Als Resultate früherer Wasserbedeckungen betrachtet man bes. Gips, verschiedene Arten Steinkohlen, Wacke, Muschelkalk, Mergel, Mergelschiefer, Flötzkalk, Kreide, die jüngeren Sandsteine, Thonschieferu. einige Konglomerate; als Resultat späterer Wasserbedeckungen den Sand, Lehm, Thon, Brandschiefer, Porphyrschiefer, Nagelflue etc. Das Gefüge ist selten krystallig, häufiger dicht und erdig; sie enthalten häufig Versteinerungen aus der Thierwelt, die sich bei früheren Formationen noch nicht finden; s. auch d. Art. Bausteine IV. Clötzgips, m., der ältere F. ist nicht sehr verbreitet, kommt nur in Spalten od. in sehr schwachen Lagen vor, ist meist frei von Petrefakten, meist körnig-blätterig, der jüngere ist häufiger, enthält auch Versteinerungen etc.; ist meist strahlig gefügt; s. d. Art. Gips.