Gemme, k., frz. camée, m., gemme, f., engl. gem, lat. gemma, oder Camee; zunächst und bes. nennt man so geschnittene Steine mit erhöhten oder vertieften Figuren, namentlich wenn Steine oder Muscheln in verschiedenfarbigen Lagen dazu benutzt worden sind, so daß die Figur eine andere Farbe hat als der Grund; doch auch die Nachahmung derselben, frz. gemme artificielle, engl. factitious gem., laf. gemma vitrea.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 416Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei