Gemenge, Gemische, n. pl., sind mehr od. weniger innige mechanische Verbindungen oder Bereinigungen von Körpern, welche in der Regel durch mechanische Mittel wieder geschieden werden können. Gemenge pulveriger fester Körper lassen sich z. B. durch Schlämmen und andere ähnliche mechanische Prozesse in ihre Bestandtheile zerlegen. Gemenge flüssiger Körper nenntman gewöhnlich Gemische. l Solche Gemische sind entstanden durch Zusammenbringen mischbarer Flüssigkeiten, wie Alkohol und Wasser, Alkohol und Aether etc. Ein Gemenge von Gasarten bildet z. B. auch die atmosphärische Luft (Sauerstoff, Stickstoff und Kohlensäure). Das Gemenge bildet stets den Gegensatz der chemischen Verbindung. Viele Gesteine sind Gemenge verschiedener Steinarten. Man nennt diese Gemenge lose, wenn die Theile eines Gesteines locker mit einander verbunden sind. Gemengtheile des Gesteins sind selten von gleicher Größe. Es übertrifft gewöhnlich ein Gemengtheil den andern, man nennt ihn dann den vorwaltenden. Uebt ein Gemengtheil auf die Beschaffenheit des Gesteins den größten Einfluß aus, so heißt er der charakterisirende, im Gegenfall accessorischer, s. Accessorien. Oft ist das Verhältnis zwischen den Gemengtheilen veränderlich, es vermehrt sich einer oder der andere Gemengtheil zuweilen auf Kosten eines dritten. Die Gemengtheile sind oft mehr, oft weniger innig mit einander verbunden; einfacheres Ansehen haben innig gemengte Gesteine.