Gildenhaus, u., engl. guild-hall, lat. gildhalla, zuerst s. v. w. Rathhaus, da der Magistrat den Namen Gilde führte, später f. v. w.Zunfthaus, Innungshaus. Im Mittelalter hatte in großen Städten fast jede Innung ein eigenes Haus. In kleineren Städten tagten mehrere Innungen, in ganz kleinen oft alle Zünfte in demselben Haus, oft auch im Gewandhaus. In neuerer Zeit werden nur selten noch Gildenhäuser gebaut; s. Fig. 1917.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 455Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei