Glasdach, n. Die hölzernen oder eisernen Sparren werden mit Falzen versehen und in diese die mindestens 4 um. starken Glastafeln mit der nöthigen Ueberdeckung 1. Kett verlegt, wobei man gut thut, auch den Theil der Ta deln, wo sie sich überdecken, mit sehr schwach eingemachtem Kitt zu belegen, um das Durchwehen von Schnee etc. zu verhindern. Glasdächer dürfen nicht zu flach sein. Wo Hagel zu befürchten steht, bringt man ungefähr 10 ch. über dem Glas ein Gitter von verzinntem Eisendraht an. Hölzerne Sparren müssen vor dem Einlegen des Glases im Falz mit Zink verkleidet werden, auch sorge man für Ablauf des Schwitzwassers, wo man keine doppelte Verglasung anbringen kann; s. übrigens d. Art. Dach, Oberlicht, Gewächshaus etc.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 462Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei