Zinkdach, n.„frz. toiture en zine, engl. zine-covering, s. d. Art. Dachdeckung und Zinkblech. Es werden jetzt bes. folgende Arten der Zinkdachung angewendet: 1. Mit Flachfalz (s. Fig. 3582 in nat. Größe) an den fallenden Nähten, Dachneigung 1:8, Querfuge gelöthet bei 4 5 em. Ueberdeckung, liegt auf Schalung. Der Flachfalz bricht leicht. — 2. Mit stehendem Falz (s. Fig. 3583 in nat. Größe). Der Falz' verbraucht ca. 9 om. Breite, Dachneigung 118, Querfugen wie bei 1. Haften (in Fig. 3583 schwarz) 2½ om. breit, in Zwischenräumen von 40 em., liegt auf Schalung. —3. Z. mitdreieckiger Leiste, deutsches Leistendach, in Fig. 3584 in / nat. Größe, Dachneigung 1•8 — 2:17, Querfuge gelöthet bei 3—4 em. Ueberdeckung. Wegen der direkten Nagelung des Deckstreifens und der nöthigen und doch nie dauerhaften Verlöthung der Nagelköpfe, sowie wegen des Hinaufziehens des Wassers durch Kapillarität nicht zweckmäßig; etwas besser, aber auch kostspieliger, nach Fig. 3585, man verbraucht zu 3qm. Dach ziemlich 4 rn. Tafeln, liegt auf Schalung. — 4. Wellenblechdach auf Lattung von 42—46 cm. Weite, Dachneigung 1:7—2:15, s. Fig. 3586. Die Haften und die die Kappe auf den steigenden Stößen tragende Schiene machen dies Dach etwas kostspielig. Querfuge ist gelöthet bei 5em. Ueberdeckung. Man braucht zu 5 qm. Dach reichlich 7 qm. Tafeln (vor der Wellung gemessen), kann aber das Blech um 1—2 Nummern schwächer nehmen; man verwende hierzu Tafeln von 2, 2 m. Länge. Schalung ist besser als Lattung wegen des Oxydirens der Unterseite. — 5. Französisches Z. auf Schalung; hier werden die Querfugen nicht gelöthet, sondern nach Fig. 3587 mit Haften und Falz versehen; Dachneigung 1:6; steigende Stöße nach Fig. 3586. Man braucht zu 5w. Dach ziemlich 7 gm. Tafeln. — 6. Belgisches Wellensystem, wird ohne Schalung u. Lattung auf Pfetten gelegt, bei Nr. 12 mit 0,3 —0,J, bei Nr. 13 mit 0%3—I/5, bei Nr. 14 mit Querfuge gelöthet, Steig von 8— 10em. Breite; bei genagelt sind, Fig. 3588 in ½% nat. Größe; bei eisernem Dachstuhl braucht man blos Haften, s. Fig. 3589, die hinter die Pfettenflansche greifen; zu 10 qm. Dach braucht man 13 qm. Tafeln. — 7. Belgisches Leistensystem auf Schalung, die am besten auf Pfetten liegt. Fig. 3590 in /anat Querfugen gelöthet oder besser gefalzt, doch dann 2:13 Dachneigung rathsam; Haften an der Leiste in je 40 bis 45 em. Abstand. Man braucht zu 4 am. Dach 5 qm. Tafeln bei breitem, 5¼ ꝗm. bei schmalem Blech. — 8. Belgisches Rinnensystem bes. zu Terrassen u. Balkons vathsam, s. Fig. 3591 in ½ nat. Größe; Dachneigung bei gelötheter Auerfuge 119—2:19, bei gefalzter Querfuge (die bei über 6m. Dachtiefe eintreten muß) 2:13. Die Rinne kann mit Schnauze (Wasserspeier) versehen werden oder in eine Dachrinne münden. Zu 5 qm. Dach braucht man reichlich 7 qm. Tafeln. —9. Belgisches Rautensystem. Uebereck stehende Quadrate von ca. 40 oder 60em. Seitenlängemitaufwärts umgebogener Krempe an beiden oberen und unterwärts umgebogener Krempe an beiden unteren Seiten greifen mittels dieser Krempen übereinander; jede Raute erfordert 3 Haften; diese das Schieferdach nachahmende Dachung, noch mehr aber die unter dem Namen Schuppendach empfohlene Variation mit gepreßter Nachahmung von Dachziegeln auf den Rauten gehört in das Gebiet kostspieliger Spielereien.