Glasdecke, f. Um Zimmerdecken gegen den Tabaksrauch etc. zu schützen, belegt man sie mit auf der Rückseite bemalten Glastafeln, deren Fugen sämtlich auf Filzstreifen zu liegen kommen. Da, wo die ein wenig verbrochenen Ecken von vier Tafeln zusammenstoßen, werden sie von einer Schraube gehalten, deren Kopf ebenfalls mit Filz unterlegt ist; durch Gestaltung dieses Kopfes in Form einer Rosette u. durch Bedecken der Fugen mit Goldleisten kann der Decke das Aussehen einer Kassettendecke gegeben werden. Natürlich kann man den Glastafeln manchfache Gestalten geben und so die Eintheilung der Decken variiren.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 462Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei