FeedZinkglaserz
TechnikBau-Lexikon 1881

Zinkglaserz, n., Kieselzink, frz. Calamine, zine OxνYdE silicifere, engl. electric calamine, s. v. w. Galmei; vgl. d. Art. Zink J. inkgrau, u., graues Zinkoxyd, frz. gris de rine, ein Gemenge von oxydirtem u. metallischem Zink, die schlechteste Sorte von Zinkweiß (s. d.). Zinkgrün, n., Zinkoxyd, mit salpetersaurer Kobaltoxdullösung gefällt, auch Rinmannsgrün genannt. Binkguß, m. Das Schmelzen des Zinks erfolgt in Graphittiegeln, die Oefen haben dieselbe Einrichtung wie die des Gelbgießers, die Formen werden in der Regel aus feinem Formsand über Zink⸗, Holz⸗ od. Thonmodelle angefertigt, und zwar in Kästen; große Gegenstände werden ineinzelnen Theilen geformt und nach dem Guß gelöthet. Das Löthen der Gußnähte geschieht wie das des Zinkblechs, s. Löthen. Die durch Salzsäure gereinigten Flächen werden mitginn u. Blei gelöthet. Um das gegossene Zink vor der Witterung zu schützen, werden die Gegenstände mit Zinnsalz überbürstet, die Oelfarbe muß möglichst dünn gestrichen und mehrmals aufgetragen werden. Besser ist es nmjedoch, sowohl in praktischer als in ästhetischer Hinsicht, rdie Gegenstände zu galvanisiren, d. h. eine Schicht Kupfer ngalvanisch darauf niederschlagen zu lassen, s. d. Art. Bronziren etc. Da aber der Z.dennoch keine große Dauer erhält, t. so sollte er nie im Freien angewendet werden. Figuren othe Heidelberg DFC werden nach dem Guß eiselirt, weniger feine Gegenständ geschabt oder auch blos von den Gußnähten re. gereinigt; s. übr. d. Art. Zink.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 513Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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