Göpel, Guipel, Gaipel, m.,frz. baritel, m., machine f.à molettes, engl. whim, whimsey, Maschine, mit welcher schwere Lasten aus einem Schacht oder auf ebener Fläche fortgezogen werden. Auf einem Gerüst (Göpelkreuz, Göpelsteg) steht, oben und unten sich in Pfannen drehend, eine starke hölzerne vertikale Spindel (Göpelspindel, Göpelspille, Göpelwelle). An dieser Spindel ist ein großer Trilling (Göpelkorb) angebracht, um welchen das Göpelseil oder die Göpelkette gewunden wird, an welcher, wenn der Göpel zum Aufziehen benutzt wird, die Göpeltonne hängt. Ueber dem Göpel ist ein Gebäude (Göpelhaus, Göpelhütte, Göpelkaue) aufgeführt. Bei kleinen Lasten wird der Göpel von Menschen herumgedreht (Handgöpel), zu größeren werden Pferde gebraucht (Pferdegöpel), welche an einen horizontalen Baum (Ziehschwengel, Tummelbaum, Göpelschwengel) gespannt werden. Die Bahn, auf pelcher die Pferde gehen, heißt die Göpelbahn oder der Göpelherd, frz. mansge de vargue, de bouriquet, engl. gin-race. Wassergöpel sind solche, welche von einem Wasserrad, und Windgöpel, welche von einer Art Windmühle in Bewegung gesetzt werden; neuerdings sind die Dampfgöpel die beliebtesten. Die Göpel finden in Mühlen, Ziegelscheunen sowie bei Bergwerken re. vielfache Anwendung, besonders auch zum Treiben von EIDOELBERG O Universitats Dampfmaschinen. Ein Mann kann durchschnittlich täglich 8 Stunden lang mit 12 kg. Kraft bei 0,„ m. Geschwindigkeit arbeiten, also täglich 207360 mkg. leisten. Ein Pferd kann mit 45 kg. Druck arbeiten. Halbmesser der Bahn mindestens 3 m., Geschwindigkeit des Pferdes höchstens 0,„ m., also per Stunde 145800, in 8 Stunden 1166 400 mkg. Leistung. So.