Mörtelmaschine, Mörtelmühle, Cementmühle, k., franz. machine à battrelemortier, tonneaumélengeur, engl. mortar-engine, mortar-plashing-mill. 1. Handmörtelmühle. Eine aus zollstarken Dauben gefertigte Trommel von 2,%m. Länge, an einem Ende 50, am andern 75 thek Heidelberg em. weit, enthält eine horizontale Welle mit 8 eisernen, spiralisch vertheilten Armen, an deren jedem ein 7—8 ero. langes Messer, nach außen gerichtet, sitzt. Die Welle macht 70—80 Umdrehungen in der Minute, was durch Vorgelege leicht zu ermöglichen ist. Um auf dieser Mühle z. B. einen guten Traßmörtel zu erzeugen, werden 8 hl. gebrannter Kalk mit etwa 3 hl. Wasser versetzt und durchrührt, dann 4—7 hl. Traß darunter gerührt, etwa eben so viel Traß darüber geschichtet, wieder umgerührt, und nun in die Mühle gebracht, welche man 7 Minuten lang umdreht. 2. Göpelmörtelmühle. An einem Göpel sitzen 4 Räder, die bei Umdrehung des Göpels in einem ringförmigen Trog umlaufen, 2 an der Innenwand, 2 an der äußern Wand des Troges; die Achsen haben Scharniere, damit die Räder nicht durch ungleiches Anziehen der Pferde vom Tragboden aufgehoben werden. Hinter dem einen Rad ist eine Scharre angebracht, um den an den Wänden des Troges aufsteigenden Mörtel auf den Boden zurückzuwerfen. An einem andern Rad sitzt ein Schieber, um nach Vollendung der Mischung den letzten Mörtel bis an die im Boden befindliche Fallthür zu schieben, durch welche er auf eine Rutsche fällt. 2 Pferde können den Mörtel für 100 Maurer bereiten.