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ReligionBau-Lexikon 1881

grale, der heilige Graal, geworden sein mag; nach Anderen von saing-real, frz., lat. sanguis realis, abzuleiten; das Gefäß, worin Joseph von Arimathia das Blut Jesu aufgefangen hat. In Saragossa in der Kathedrale bewahrt man eine Achatschale, in Genua eine Schale von geadertem Glas, die man für dieses Gefüß Graalsritter oder Templeisen behaupteten, es Engel empfangen zu haben; die Kirche, die sie dasselbe auf dem Mon salvach (Mons salvatoris) in zu erbauen gedachten, der Graalstempel, wird im Titurell beschrieben, und diese Beschreibung ist einer romanischen Centralkirche anzusehen. n., frz. sépulere, tombeau, m., sépulture, f., grave, tomb, sepulchre, lat. sepulerum, tumba, conditorium, griech. H²n, rnog. 1. Im gewöhnlichen über die verschiedenen Gestalten der Gräber im kunstgeschichtlichen Entwickelung s. Grabmal. — heißt auch die Vertiefung für die Reliquien in der Altarplatte. — 3. Das heilige Grab, frz. saint-sépulcre, easter sepulcher, paschal, steht jedenfalls nördlich, u. zwar entweder an einem der nördlichen Pfeiler 0 des Mittelschiffes od. im nördlichen Seitenschiff, in Eng-9 land an der nördlichen Wand des Chors oder auch äußerlich in einer Nische an der Nordseite der Kirche, oder endlich in einer besonderen Kapelle, Grabkapelle (s. d.), nördlich von der Kirche.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 502Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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