Graben, m., 1. niederdeutsch Dobbe. Delven, frz. fossé, m., tranchée, f., engl. ditch, drain, trench, lat. fossa, lang hingestreckte Vertiefung, als offene, nicht schiffbare Wasserleitung, durch Ausgraben im Erdboden erzeugt, auch wohl mit Mauer oder Steinen ausgefüttert, resp. begrenzt. Mäße und Benennungen richten sich nach den speziellen Bestimmungen und Zwecken der Gräben, s. z. B. die Art. Chaussee, Eisenbahn, Kanal, Befriedigung, Durchstich, Entwässerung, Flutgraben. — 2. In der Kriegs995. Grabemaschine. Fig. 1996. baukunst dienen die Gräben als Annäherungshindernis (s.d.),sowie zu Gewinnung des für die Brustwehr nöthigen Bodens; bei passageren Werken sind die Böschungen des G.s unverkleidet, bei permanenten sindentweder beide verkleidet oder nur die Escarpe (s. d.). Man unterscheidet: a) Hauptgraben od. eigentlicher Graben, frz. kossé principal Fig. 1997. Grabenabfahrt. engl. main-ditch; dieser kann ein trockener Graben, frz. fossé sec, engl. dry ditch, oder nasser Graben, frz. fossé mouillé, inondé, engl. wet ditch, sein. b) Absonderungsgraben, Graben zwischen dem Hauptwall und Niederwall, frz. faussebraie, in der niederländischen Befestigung vorkommend. e) Rbzugsgraben, frz. Cunette oder cuvette, engl. ennette, cuvette, ital. cunetta, span. refosito, neugriech. poce, in der Sohle großer Gräben gewöhnlich sbibliothek Heidelberg in die Erde machen, um die darin befindlichen Mineralien