FeedGrabemaschine
TechnikBau-Lexikon 1881

Grabemaschine, k., frz. machine à fouiller, fouilleuse, f., engl. excavatingmachine, excavator. Diese von dem Engländer Webberfundene Maschine soll zu allen Arten Ausgrabungen, bes. unter Wasser, dienen. Fig. 1994 stelltdieganze Maschine nebst Gestell dar; Fig. 1995 giebt die Stange u. Schaufel, in der Stellung, wie sie beladen aus dem Bohrloch oder Grabloch heraufkommt. Fig. 1996, wenn sie eben wieder hinabgelassen werden soll. Die Stange wird unten in den Boden eingetrieben, oben in einer Krampe am Gestell befestigt. Die Stange kann durch Ansätze mit Zapfen u. Bayonettverschluß oder dgl. beliebig derlängert werden. Die Bohrschaufel gleicht der Schneide eines Löffelbohrers und gleitet an der Stange mittels eines Bügels hinab. Mit 4 oder 5 mittels des Speichenrades aa bewirkten Umdrehungen der Stange füllt sich die Schaufel, indem deren Schneide das Erdreich abreißt. Eine schnell ausgeführte Rückdrehung um ein Viertel des Kreises löst die Hacken bb Fig. 1995 am oberen Boden der Schaufel aus dem wägrechten Querstück des Bügels; sobald nun die Winde e zu arbeiten beginnt, erhält die nun blos noch an den Ketten hängende Schaufel die in Fig. 1995 gezeichnete Stellung, welche das Herausfallen des abgeschnittenen Bodens verhindert. Durchmesser der Schaufel 50—60 em. Vergl. d. Art. Erdarbeiten,

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 503Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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