FeedGräünze
AllerleiBau-Lexikon 1881

Gräünze, (., s. Grenze. Grünzeisen, B., Grenseisen, n. (Gieß.), frz. crapaudine k. du moule, engl. crown- iron, horizontal in den Formkern der Glocker orm eingefügtes Eisen. Grüngzinn-Grensziun n. (Hüttenw.), nicht mit Blei versetztes Zinn, welches aber noch Arsenik enthält. Gräpei, m. (Bergb.), s. v. w. Spanne so sagt man von einem Gange, welcher eine Spanne breit ist, er sei gräpels⸗-mächtig. Grape-cherry-tree, s., engl., s. Ahle I. Grapen, w., 1. ein aus Grapengut, d. h. einer Legirung von Kupfer, Zinn und Eisen, gegossenes Gefäß, Kessel, Pfanne, Mörser 2c. — 2. Prov. für Taufkessel. — 3. frz. chaudière f. à fondre, engl. mining-pot, Schmelztiegel. Gruphik, 4. engl. graphie art, die Zeichnenkunst. graphisch, frz. graphique, adi., zeichnerische, graphische Darstellung, s. v. w. Zeichnung; daher graphische Methode, die Methode, Dien, f. re Probleme auf den Weg der Zeichnung zu lösen, s. Graphostatik. Graphit, w., Rethblei, n., Eisenschaum, Garschanm, m Wasserblei, n., frz. graphite, m., plombagine, f., kis, m., lmaille f. de tourneau, fer m. carburé, engl. black lead, graphite, plumbago Miner.), erscheint in schuppi gblätterigen Massen u eingesprengt, sehr selten in niedrigen, tafelartigen, sechsseitigen Säulen krystallisirt. Klein-Wauger Banh Durch Kalkspat ritzbar. In dünnen Blättchen biegsam. Undurchsichtig. Stahlgrau insEisenschwarze. Stark metallisch glänzend bis schimmernd. Abfärbend u. auf Papier bleigraue Streifen hinterlassend. Fühlt sich fett an. Vor dem Löthrohr verändert er sich wenig; mit Salpeter imPlatinlöffel geschmolzen, verpufft erzum Theil. Der G. ist eine Modifikation des Kohlenstoffs; jedoch findet man denselben in der Natur nie frei von unverbrennlichen Bestandtheilen. Als Bestandtheile der Asche des G.s hat man gefunden: Kieselerde, Thonerde, Kalkerde, Eisenoxyd etc. in sehr wechselnden Verhältnissen. Die reinsten Graphitsorten enthalten ), Prozent, die schlechtesten 40 und noch mehr Prozente mineralischer, unverbrennlicher Theile. Der G. liefert Zeichenstifte, Graphitstifte, s. Bleistift, ferner Schneiiel Graphittiegel, auch Passauer od. Ipser Tiegel gen., frz. ereuset en graphite, creusetd Ips, engl. blackload-erucible, ferner Muffeln, Windröhren und Sandbadschalen, feuerfeste Ziegel u. zum Hausgebrauch Ofen-Paiten ja selbst Stubenöfen; auch dient das Mineral in seinen geringeren Sorten zum Schwürzen u. Poliren des Eisens, auch als dauerhafte Anstrichfarbe. Vergl. übr. d. Art. abschwärzen, Eisenschwarz, Blaugrau, Anstrich zre. Sraphometer, m., frz. granhométre, m., halbkreisförmiges, mit Kompaß verbundenes Feldmeßinstrument; dient besonders als Winkelmesser. e Graphostatik, k., richtiger eigemtlich graphische Darstellung resp. Lösung der statischen Probleme, ist nichteine „eigentliche Wissenschaft, sondern nur eine Methode, die Aufgaben der Wölbtheorie, der Theorie der Füllmauern und andere Aufgaben aus dem Gebiete der Statik dadurch bee quem zulösen, daß man die Druckgröße, Widerstandsgröße u. s. w. in Linien darstellt, indem man die betr. Kräfte auf feinen passenden Maßstab bezieht. Am klarsten läßt sich dies „definiren im Beispiel des Kilogrammmeters, den man in der Größe eines Meters nach dem verjüngten Mäßstab der betreffenden Zeichnung anträgt in der Richtung, in ewelcher die einen Kilogrammmeter starke Kraft wirkt; für die Schwere der Materialien ist dann ebenfalls ein geeig⸗ „neter Mäßstab anzunehmen. Eine Darlegung der Methode würde hier zu weit führen und muß deshalb auf die betr. „Spezialliteratur verwiesen werden. Einige Lösungen der i wichtigsten statischen Aufgaben nach dieser Methode finden sich in d. Art. Statik, Widerlager, Wölbtheorie etc. Erapin, m., grappin, m., I. (Schiffb.) frz., engl. grapling, grapnel, der Dreganker, Bootsanker, Quirlanker, Anker; g. de brulot, de bout de vergue, engl. gropple, der Enterhaken, Scherhaken; g. k main, der Enterdreg. — 2. (Hochb.) engl. auchor, tie, der Anker, die Schlauder. — 3. G. de ramoneur, das Scharreisen, die Kaminfegerscharre. — 4.(Zimm) auch renard, m., engl. cant-hook, der Kanthaken — 5. (. de sonde (Brunn., Bohrw)), die HebeklaTue, der Glückshaken. Crapnel,s.,engl., I.s. Grapin 1.— 2.Die Teufelsklaue. Hrappe, I. frz., I. de la chaux, engl. grain in the lime, der Kalkkrebs, die Kalkkrumpe. — 2. Der seeländische Krapp. Grapple, s., engl., s. Grapin 1. 40 grapple, tr. v., engl. (Hochb.), verankern. Gras, n., frz. gazon, engl. grass, s. Rasen. STas, adj., franz., fett; houille grasse, die Fettkohle; angle g., der stumpfe Winkel; mortier g., fetter, steifer stumpfwinklige Fuge. Graskammer, f., s. Futterkammer. Grasloch, n., auch Grasmeier, m., gen. (Bergb.), beim Sprengen des Gesteins sohlig gebohrtes Loch. Grasnarbe, Grasdecke, k., frz. gazon, m., engl. sward, s. v. w. Rasendecke. Grass, s., engl., 1. der Rasen. — 2. Der Vleichplan. Grass-eloth, s., engl., Grasleinen, n. frz. batiste m. de Oanton, chinesische Leinwand, wird gefertigt aus den Fasern des chinesischen Hanfs (chinesisches Gras, Boehmeria nivea Hook.); s. auch Chinagras. Grass-table, ground-table, 8., engl., Untersockel, Latsche der Grundmauer, Banket (s. d.). Grat oder Grath, m., auch Gräthe, f., frz. orẽte, arete, f., engl. arris, im allgemeinen eigentlich oberste scharfe Kante einer Sache, daher im Bauwesen besonders: 1. frz. morfil, engl. wire-edge, scharfe, ganz feine Kante, wie sie sich beim Schleifen oder Feilen metallener Gegenstände bildet; muß bei Schneidinstrumenten beim Abziehen stets entfernt werden. — 2. frz. bavure, barbe, engl. burr, ähnliche Kante an durchlochten oder durchschnittenen Metallstücken. — 3. frz. 6barbure, engl. burr, fasb of seams, vorstehende Kante einer Gußnaht, bei Thon u. Gips auch Formnaht, fez. rebarbe, couture, engl. blister genannt; vgl. d. Art. Bart 9 u. 10.—.4. Spitzwinklige Kante; man pflegt Leisten auf den G. in Holztafeln einzuschieben; s. einschieben. 5. frz. arẽte, engl. arris, groin, ausspringende Kante zweier zusammenstoßender Dachflächen, dafern sie nicht wägrecht liegt, wo sie dann First (s. d. und Bach) heißt. —, 6. frz. arste, ausspringende Kante zweier sich treffender Gewölbflächen; s. Gewölbe. Ist die Kante nach dem Innern des Gewölbes zu ausspringend, so heißt sie engl. groin, frz. arete saillante; ist sie im Extrados ausspringend, so heißt sie Rückengrat, engl. ridge,srz. arẽte en dos. — 7. (Forstw.) bliothek Heidelberg TCOFC auch Asterschlag, Späne, kleine Aeste u. anderer Abfall beim Fällen und Beschlagen des Holzes.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 518Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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