Staheisen, n., 1. frz. ler m. ductile, engl. wrought „iron, soft iron, ist s. v. w. Schmiedeeisen, weiches Eisen; rbes. aber 2. frz. fer en barres, en bottes, engl. bar-iron, solches weiche Eifen in Form von Stäben gewalzt oder gehämmert, gestreckt, wie es in den Handel kommt, daher auch Handelseisen, frz. ker marchapd, engl. merchantiron, genannt, s. d. Art. Eisen, Schmiedeeisen und Walz⸗ „eisen. Manunterscheidet Stangeneisen, frz. ker en verges, .engl. rod-iron, Blech⸗ u. Mustereisen od. fagonnirtes S. Das Stangeneisen od. Handelseisen, auch wohl katexogen S. genannt, zerfällt wiederum in Flacheisen, Bandeisen, Krauseisen, Quadrateisen, Rundeisen und Formeisen. Näheres s. im Art. Eisen I. Vergl. ferner Doppeleisen, Bandeisen und Hochofen III. Stabeisenwahwernk, Stabwalzwerk, n., s. Walzwerk. stüben, s. v. w. die Kante eines Bretes od. einer Bohle mittels Hobelns mit architektonischen Gliedern versehen. „Stabergerinne, n. (Mühlb.), Gerinne eines Staberrades; s. d. Art. Gerinne. Staberrad, n. (Mühlb.), s. unter Mühle A. 3. a.; die „Schaufeln haben keinen Boden und jedes Rad treibt nur einen Gang, auch sind Stabermühlen oft mittelschlächtig. Staberzeug, n. (Mühlb.), Vorrichtung, wodurch ein Staberrad auf- und niedergelassen werden kann. Stuammhammer, m., ein Aufwerfhammer, der das Eisen durch Strecken (nicht durch Walzen) in die verlangte „Form des Stabeisens (s.d.) bringt. Er wird durch Dampf oder durch ein Wasserrad mittels der Daumenwelle in Bewegung gesetzt. Stabhammerger üst, n., hölzernes od. eisernes Gerüst, in welchem der Stabhammer ruht. Stabhommerhütte, k., Stabhammerwerk, n., Stabeisen. hütte, Eisenwerk, wo man das Roheisen zu Stabeisen verarbeitet. Die Einrichtungen sind sehr verschieden; s. d. Art. Eisenhütte. Stabhobel, m., franz. rabot à boudin, engl. xoundplane, zum Ziehen von Rundstäben an der Kante eines Bretes oder einer Bohle etc. dienender Hobel. Der Kasten ist oben und unten dicker als in der Mitte, wo eine breite, tiefe Furche der Länge nach hinläuft. Das Spanloch befindet sich in dem oberen dicken Theil, worin das Eisen mittels eines Keiles festgehalten wird. Der nach dem verlangten Profil gekrümmten Schneide des Eisens entspricht die Hobelsohle, deren äußerster Randeinen nach unten vorspringenden Anschlag an der linken Seite bildet, der an der Kante des Holzstückes bei der Führung hinläuft. Stabholz, n., 1. frz. douvain, mérain, mairin, merrain, m., engl.staves, pl., staff-Wood, staddle, Daubenholz; S. hieß nach altem Maß 1½—2“ starkes, 6—8“ breites, 44%½“ langes Holz, f. d. Art. Bauholz F. II. 2. s. d. Art. Quassienholz. Stabilitüt, Standfähigkeit, k., franz. stabilite, f., engl. stability, das Vermögen eines Körpers, durch sein Gewicht allein sich in seiner Lager zu erhalten und irgend einer Kraft, welche ihn umzuwerfen versucht, Widerstand zu leisten. Ist S der Schwerpunkt des Körpers, P die Größe und Richtung der Kraft, welche den Körper um die Kante Bumzuwerfen versucht; ist b das von Baus auf die Kraft P und a das von B aus auf die durch den Schwerpunkt gehende Vertikale gefällte Perpendikel (Fig. 3226), so hat man es mit einem Winkelhebel zu thun, dessen Drehachse in Bliegt und an welchem daher Gleichgewicht eintreten wird, wenn das statische Moment der Kraft P dem des Gewichtes GUgleich ist, als wenn Ga Pb. Ist Pb ein wenig größer als Ga, so dreht sich der Körper um die Kante B und verliert seine S. Man kann daher das Produkt Ga als Räß der S. anführen. Bei einem rechtwinkligen Parallelepiped, dessen Kanten a, bu. e sind, wobei overtikal gerichtet sein und die Drehung um die Kante b vor sich gehen soll, ist die S. S ½ 0, wobei / das Gewicht der Volumeneinheit bedeutet. Dagegen ist für eine geböschte Mauer, bei welcher die obere Breite b, die Länge J, die Höhe ha und die Böschung der Rückseite n ist, die S. gegen das Umwerfen um die scharfe Kante St. KIY (½ b² +En bh +E ½½ n²he). Macht man aus derselben Menge von Material eine rein parallel-Fig. 3226. Fig. 3227. epidedische Mauer von derselben Länge und Höhe, so wird die S. kleiner. Außer dieser S. im statischen Sinn giebt es noch eine dynamische S., welche gemessen wird durch die Arbeit, welche man aufwenden muß, um einen Körper aus seiner ursprünglichen Lage in eine solche zu bringen, in welcher sein Schwerpunkt senkrecht über der Drehkante liegt. Sind BP = und P8S y die beiden Koordinaten des Schwerpunktes (Fig.3227), so ist die gesuchte dynamische S.