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PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Guayana (Fam. Nectandreae) stammt. Es wird vielfach von englischen Drechslern und Kunsttischlern verarbeitet. Grünholzbaum, m. (Bot.) (Caloroxylon Dupada Buchan., Fam. Cedreleae), ein Baum Ostindiens, dessen reichlich vorhandenes Harz zum Kalfatern der Schiffe gebraucht wird. Grünsandstein, m. (Miner.), franz. gres vert, engl. green-sand, s., f. d. Art. Sandstein. Grünspan, m. (Hütt.), frz. vert de gris, engl. verdigris, lat. aeruea, . unter Kupfer. Ueber seine Berwendung zu Farben s. d. Art. Grün B. I.; er wird auch zu Holzbeize verwendet, s. unter Beize A. 50. SGrünßein, m. (Miner.), fr diabase, k., diorite, m., Stc. engl. greenstone. Man zählt zu dieser schwer zu begrenzenden Gruppe eine große Anzahl von Gesteinen, die vorherrschend Verbindungen von Feldspat mit Pyroxen oder Amphibol sind, wobei jedoch zuweilen das eine oder andere dieser Mineralien fehlt oder durch ein verwandtes vertreten wird; theilweis sind diese Gesteine sehr verwandt mit den Basalten. Diejenigen Gesteine, welche am häufigsten unter dem Namen G. vorkommen, sind folgende: Diabas, Kalkdiabas, Gabbro, Hypersthenit, Augitsels, Norit, Diorit, Hornblendesels, Hornblendeschiefer, Strahlsteinschiefer, Eklogit, Disthenfels, Aphanit, Serpentin, Schillerfels, Granatfels, Eulisit, Labradorfels; s betr. Art. Grupye, f., Irz. groupe, engl. group, Vereinigung mehrerer Körper zu einem künstlerisch geordneten Ganzen, also das Resultat der Gruppirung, frz. agencement, engl. Srouping. 1. Gebäudegruppen, bei Anlage größerer Etablissements, z. B. der Arsenale, Spitäler etc., ordne man stets so, daß die Totalsilhouette eine einheitlich zu⸗ (sammengefaßte, angenehme sei, daß das Gebäude, welches in Bezug auf die Bestimmung der Hauptrolle spielt, auch künstlerisch die anderen beherrscht, daß die Totalanlage leicht zu übersehen sei und trotzdem das Ganze nicht langweilig erscheine, obgleich die einzelnen Gebäude in Bezug auf Stil gar nicht, in Bezug auf Charakter nicht zu viel von einander abweichen dürfen, s. auch d. Art. Anordnung, Aufbau etc. — 2. Pflanzengruppen, s. Garten, Baumgang etc. — 3. Figurengruppen, Vereinigung mehrerer Figuren, namentlich in Giebelfeldern, Friesen, Füllungen anwendbar; s. übr. Bildsäule u. Denkmal. OGrüppe, k. (Deichb.), ein oben weiter, unten schmaler [Graben; wird auf neu angeschwemmtem Vorland angeilegt, damit das Wasser hineinlaufe u. immer mehr Erde und Sand absetze; in moorigem Land hingegen, um es zu entwässern. Grus, Gruß, Grieß, m., 1. grober Kies, s. Sand. — 2. Ueberhaupt grobe Brocken von Braunkohlen, Steinen etc. Gruskohle, k. (Bergb.), eine weiche Art Steinkohlen; tbrechen nur in kleinen Stücken u. geben wenig Hitze. „Erützgärichen, n. s. Hausgärtchen. GGrütjöäckel, m. (Bergb.), ein grüner Bitriol, welcher tsich in Gestalt von Zapfen am Gestein ansetzt. Gryphitenkalk, m. (Miner.), frz. calcaire m. bleu, nmarneux, à gryphées, engl. lias, Kalkstein mit häufigen . Gryphiten, d. i. langen, zweischaligen Muschelversteinerungen; ist graublau, rauhbrüchig. Bei uns als harter, 6dunkler Kalkmergel bekannt,‚ der die unterste Schicht des nweißen Jurakalks macht. „ Guadrone, k. (Zeichn.), s. Beule 2. „Gnajsconholz, n. (Bot), ist ein ausgezeichnetes Nutzr holz, das sehr schöne Politur annimum. Es stammt von nTecoma fliavescens Mart. (Fam. Trompeterreben, Big⸗ ⸗noniaceae) in Costarica und Paname. dem Guajak⸗ oder Franzosenholz quillt bieses Harz theils freiwillig, theils wirdes durch Auskochen od. Ausschmelzen ndes Holzes gewonnen und hauptsüchlich als Arzneimittel r verwendet. Durch Jod erleidet das Harz eine Farbenveränderung. Eine gelbbraune alkoholische Lösung des Harzes wird durch oxydirende Körper, wie Chrom-Chlor-Salpetersäure, Chlor, Brom, Jod etc., augenblicklich in eine bei auffallendem Licht blaue, bei durchfallendem Licht blutrothe Flüssigkeit umgewandelt. Diese Eigenschaft hat man benutzt zu Erzeugung blauer Abdrücke von Lithographien u. s. w. Man setzt nämlich die zu kopirende Zeichnung Joddämpfen aus und drückt sie dann auf Papier, welches mit einer Lösung von 1 Th. G. in 30 Th. Alkohol überstrichen wurde; es entsteht sogleich eine vollkommen scharfe, blaue Kopie des Originalbildes.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 543Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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