FeedFraknöi leigentlich Frankl
ErdkundeBrockhaus 1882

Fraknöi leigentlich Frankl, Wilhelm), ungar. Historiker, geb. 27. Febr. 1843 in Urmeny im Neutraer Komitat, studierte in Tyrnau und an den 1564 Ire Seminarien zu Gran und Pest, wurde 1864 rofessor in Tyrnau, 1865 in Gran, 1872 Klassensekretär der Ungarischen Akademie, 1875 Bibliothekar des Nationalmuseums, 1878 Domerr in Großwardein, 1879 Generalsekretär der kademie und Abt von Szegszärd. F. hat sich früh der Geschichtschreibung gewidmet und im Interesse seiner Forschungen wiederholt die meisten Staaten Europas besucht und die Archive derselben durch-Abgesa Seine Werke sind alle in ungar. Sprache abgefaßt. Erst 17 Jahre alt gewann er mit der Schrift Skizze der ungar. Kulturzu tände in der Zeit der Herzöged rauf 1861) einen Preis der Akademie und bald darauf mit seiner Arbeit Ursprung und histor. Entwickelung der Palatins⸗ und Oberstlandesrichterwürder (Pest 1863) einen Preis der Universität. Diesen Jugendarbeiten folgten: (Peter Päzmän und seine Zeite (4 Bde., Pest 1867— 72), Das vaterländische und ausländische Stadtwesen im 16. Jahrh.» (Pest 1873), Geschichte von Ungarn für das Volkv (Pest 1873), Das Leben des Erzbischofs Johann Vitézv (Pest 1879), Die Verschwörung der Martinovicso (Pest 1880). Seit 1874 gibt er die «Ungar. Reichstagsakten mit gebfentlih en Einleitungendo heraus. Außerdem veröffentlichte er zahlreiche wertvolle histor. Monographien, so die Geschichte der Abtei Szegszardo, „Paul Tomoris Lebeno, „Der Hof König Ludwigs II., Ungarn und die Liga von Cambraiv u. s. w. F. ist durch Neuheit der benutzten Quellen, Gediegenheit der Forschung und künstlerische Darstellung einer der hervorragendsten ungar. Historiker der Gegenwart.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 58Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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