FeedHenszlmann (Emerich)
HeilkundeBrockhaus 1882

Henszlmann (Emerich), ungar. Kunsthistoriker, geb. 13. Okt. 1813 in Kaschau, studierte in Preßburg, Pest und Wien Medizin, widmete sich jedoch dann der Archäologie und Kunstgeschichte. Im J. 1848 hatte er infolge seiner Stellung im ungar. Ministerium des Äußern eine achtmonatliche Gefangenschaft in Wien zu überstehen, lebte 1851 — 61 in London und Paris, war 1869—72 Reichs— tagsabgeordneter und wirkt seit 1873 als Professor der Kunstgeschichte an der Universität Budapest. H. ist seit 1841 Mitglied der Akademie, seit 1843 der Kisfaludy-Gesellschaft. Seine bedeutendsten Werke sind: «Deutsche Vierteljahrsschrift von und für Ungarno (1842 —44), «Die hellenische Tragödie, mit Rücksicht auf das christl. Dramav (ungar. 1846), «Die alten Kirchen von Kaschau » (ungar. 1846), Théorie des proportions appliqués dans Parchitecture (Par. 1860), «Die Ausgrabungen in Stuhlweißenburgo (ungar. 1864), «Die Alter— tümer der Bergstädter (ungar. 1866), «Die nordfranz. Abtei und Kathedralkircheß (Wien 1865), „Die Baukunst des Mittelalters (ungar. 1866), „Die mittelalterlichen Denkmäler Fünfkirchens v (ungar. 1869; deutsch, Wien 1870), „Die Grabungen des Erzbischofs von Kalocsas (Lpz. 1873), Die Fibulay (ungar. 1874), «Die Baukunst Mittelsyrienso (ungar. 1881), «Die got. Baudenkmäler Ungarnso (ungar. 1880).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 116Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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