Frame (nach dem engl. frame, d. i. Rahmen) bezeichnet im Maschinenbau einen Rahmen, eine Einfassung oder ein Gestell. ramèa hieß ein Spieß mit meißel⸗ oder beilartiger Klinge, aus Bronze gefertigt, wie ihn nach Tacitus die alten Germanen als Stoß⸗ und Wurfwaffe führten. rameries, Stadt in der belg. Im Sr5. von au, Arrondissement Mons, 7 km im SW. von Mons, ist Station der Linie Mons-Hautmont der Belgischen Nordbahnen, an welche hier die im Betriebe des Staates befindlichen Kohlenbahnen du Haut et du Bas Flenu und die nach St.⸗Ghislain Anschluß haben, zählt 9960 E., und hat Steinkohlengruben und wichtige Seilerei. rauc oder Franken, die Einheit des franz. Ooßen 30 und Münzwesens, welche auch in einer großen Zahl anderer Staaten adoptiert worden ist. Der F. war zunächst eine ReStele des ent welche unter Heinrich III. an die Stelle des Teston trat und 20 Sous galt. Der heutige F. wurde 1795 in Fraykreich eingeführt und der vorherige, um geringere Livre Tournois abgeschafft. Der F. trat mit 1. Juli 1796 in Frankreich und seinen Kolonien in Ir Geltung. Er wird in 100 Centimen (Centimes) geteilt und war zuerst ein Münzstück von 4½ g fein Silber; die Währung war vorherrschend Silberwährung. In der neuesten Zeit ist die Valuta wesentlich eine Goldwährung, wenn dies auch nicht gesetzlich ausgesprochen ist; der Goldfranc ist ein Auantum von 0,29 Gr. fein Gold, im Werte von 0,s81 deutschen Mark. Man prägt in Gold Stücke zu 100, 50, 20, 10 und 5 F.; vis Ende 1854 münzte man auch Stücke zu 40 F. Das silberne 5-Francsstück enthält 22½ g fein Silber. Nach dem nämlichen Fuße wurden bis Ende 1865 40 Stücke zu 2 und zu 1 F., bis in den Mai 1864 Stücke zu ½ und zu ½ F., bis 1848 Stücke zu / F. ausgemünzt, welche zurückgezogen worden sind. Seit 1. Aug. 1866 prägt man zwar noch Stücke zu 2, 1, ½ und ½ F., aber als Scheidemünze (Stücke zu ½ und zu ½ F. schon seit Juni 1864 als Scheidemünze), nämlich im frühern Gewicht (der F. 5 g schwer), aber nicht mehr 900, sondern nur 835 Tausendteile fein. Die kleinern Scheidemünzen zu 10, 5, 2 und 1 Centime prägt man seit 1852 aus Bronze. Das franz. Münzsystem ist 1827 im damaligen Königreich Sardinien (der F. unter dem Namen Lira nuova, neue Lire), 1832 in Belgien, 1850 in der unen a eingeführt worden; seit 1861 gilt es im ganzen Königreich Italien. Die früher unter der franz. Herrschaft in einem großen Teile Italiens eingeführte und ausgeprägte Lira italiana war ebenfalls nichts anderes als der F. Der ehemalige Schweizerfranken, welchen mehrere Kantone prägten, war eine bessere Silbermünze 1½ F. franz. Silbercourant. Im Sommer 1868 hat auch Rumänien den franz. Münzfuß angenommen, der F. heißt hier Lonu (Löwe), zum Unterschiede von dem vorherigen Piaster oder Léu, auch Nou léu (neuer Löwe). In Bulgarien, wo schon ein Erlaß vom 11½23. Nr 1879 die Valvierun der fremden Münzen in Frankenwährung anbe ahl, verfügte ihn ein fürstl. Dekret vom 27. Mai / 9. Juni 1880 (hier heißt der F. Lewat, d. i. ebenfalls Löwe). Mit 1871 ist dieser Münzfuß in Spanien, wo der F. P 4benf heißt, in Kraft getreten. Serbien hat 1874 den franz. Silberscheidemünzfuß (der F. heißt Dinar) adoptiert. V Griechenland sollte der franz. gesebiich (die neue Drachme zu 100 Lepta 2 1 55 arbef eit 1869 gelten, seine Einführung wurde jedoch von Jahr zu Jahr aufgeschoben, bis eine königl. Verordnung vom 26. Okt. (7. Rov.) 1882 sie auf den 1. (13. Nov.) 1882 fixierte, an welchem Tage sie erfolgt ist; kleine Prägungen nach dem in Rede stehenden Fuße fanden schon seit 1874 statt. In Ssterreich-Ungarn ist 1870 ein Anschluß an das franz. Goldmünzsystem insoweit erfolgt, als dort seitdem Goldstücke zu 20 und 10 F. ganz im franz. Münzfuße ausgeprägt werden, welche als bezüglich 8⸗ und 4-Guldenstücke österr. Währung auftreten und in der Jehen . diese Werte neben dem Francs-Betrage angeben. (Vgl. Lateinische Münzkonvention.) en franz. Münzfuß haben ferner auch die mittelamerik. Republiken, die Freistaaten an der Westküste von Südamerika und die Vereinigten Staaten von Columbia angenommen, nur daß in allen diesen die Rechnungs- und Münzeinheit das 5-Francsstück bildet. In den fünf mittelamerik. Republiken herrschen gesetzlich Gold⸗ und rung nebeneinander (Costa-Rica prägt Silberstücke u ½ Peso oder 2½ F. im franz. Scheidemünzfude, ebenso in Venezuela (wo die Geldeinheit der Venezolo ⸗ 5 F. ist) und den Vereinigten Staaten von Columbia (wo für die Silbermünzen fürerst nur der franz. Scheidemünzfuß beobachtet wird); in Ccuador herrscht Silberwährung und ebenso in Chile und Bolivia. In allen den genannten Staaten ist die Geldeinheit der Peso oder Piaster tzu 100 Centavos = 5 F. In Peru, welches Gold- und Silbervaluta nebeneinander beobachtet, ist die Rechnungseinheit der Sol (d. h. Sonne) zu 100 Centavos = 5 F. rangais (Frangois Louis), franz. Landschaftsmaler, geb. in Plombières 17. Nov. 1814, war Buchbandlungsdiener in Paris, bis er Gelegenheit fand, künstlerische Studien zu beginnen. Seine autodidaktischen Versuche hatten solchen Erfolg, daß F. damit und durch Lithographien sich einen Verdienst verschaffte. Endlich nahm ihn Corot als Schüler an, und schon 1837 trat er mit Beifall an die Offentlichkeit. Seine seitdem zahlreich gelieferten Landschaften nehmen insofern unter der jetzt in der franz. Kunst dieses Genres üblichen Richtung eine Ausnahmsstellung ein, als F. mehr der idealen Landschaftsauffassung der ältern Meister als dem modernen Realismus huldigt. Er ist daher einfach und edel in seinen Motiven, die er gern stilisiert zu behandeln pflegt. Naturgemäß herrschen demzufolge ital. Ansichten vor, die der Künstler auch mit mytholog. Staffage auszustatten liebt, doch hat er auch manche Gegenden seines Vaterlandes zum Gegenstande m Dehuf Ofters verband er sich mit andern Meistern behufs Staffierung seiner Landschaften, so mit Meissonnier, Baron, Girardet u. a. Im Luxembourg befindet sich sein Orpheus, andere Hienden“ 2 sind: der Park in St.⸗Cloud, Baseudon, Ansicht von Pompeji (1865), Daphnis und Chloé, mehrere Motive aus der röm. Campagna. An dem Illustrationswerke La Tourainep (1855) hat F. gleichfalls Anteil. angaise, s. Contretanz. rancavilla (Pietro), auch Francheville, Lan nqueville genannt, franz. Bildhauer, geb. zu ambrai 1548, versuchte zunächst in Paris sein Glück. Hierauf begab er sich nach Deutschland und kam nach Innsbruck, wo er bei einem Holzschnitzer arbeitete. Hier nahm sich der kunstsinnige Erzherzog Ferdinand II. seiner an und empfahl ihn an den berühmten Bildhauer Giovanni da Bologna, der ihn zu Florenz als Schüler aufnahm und an seinen vielen Arbeiten Anteil nehmen ließ. Indessen machte sich F. bald selbständig, wie seine allegorischen Gestalten der Tugenden in der Kapelle Niccolini beweisen. Er erhielt nun Auftrag, den genueser Dom mit den Figuren der Evangelisten auszuschmücken, und später eine Berufung in sein Vaterland durch König Heinrich V. Seit 1601 Hofbildhauer, entwickelte der geniale Meister nun eine sehr rege Thätigkeit, indem ihm die Ausschmückung zahlreicher Paläste des Hofs zukam. Im Louvre bendet sich sein 1612 vollendeter David und die Geangenengruppen zu dem Monument des Königs, en er mehrmals, md als Reiter, darstellte. F.s Stil schließt sich an den seines Lehrers an, die schlanken feinen Figuren von Michel-Angelesker Anatomie, die vornehme Kühle der Empfindung, die Emen andern Charakteristik im Porträt hat er mit einem andern Schüler Giovannis, Adrian de Fries (. d.), gemeinsam. Vielseitig gebildet versuchte er sich 160 als Architekt, als Maler und Schriftsteller. Er starb in Paris um 1615.