FeedFrontispice
BaukunstBrockhaus 1882

Frontispice oder Fronton ist der über dem Hauptgesims hervorragender Gebäudeteile, wie Säulenhallen, Risalite, Giebel u. s. w. nach dem Vorbilde der antiken Tempel angeordnete, zum Hervorheben des betreffenden Teils dienende flache Giebel, dessen Feld (Tympanon) bei entsprechender Groöße mit Reliefdarstellungen oder freistehenden Barach u. s. w. ausgestattet ist. Auch über den Verdachungen auszuzeichnender Fenster und Thüren bringt man Frontons an, die man, je nachdem sie ein flaches Dreieck oder einen Kreisabschnitt bilden, Spitz- oder Bogenfrontons benennt. Sie werden oft, nach dem Vorbilde der griech. Tempelgiebel, mit Akroterien geschmückt. Der durch Michel Angelo eingeleitete Barockstil wendete mit Vorliebe unterbrochene F. an, bei denen das schräg ansteigende, bisweilen auch karniesförmig geschwungene Gesims verkröpft und das Giebelfeld gewissermaßen ausgebrochen erscheint.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 377Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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