FeedFrottieren
HeilkundeBrockhaus 1882

Frottieren, als Heilmittel, nennt man das zum Zwecke der Hautreizung und Reinigung angewendete Reiben der Haut mit wollenen oder baumwollenen Tüchern (Frottiertüchern, Frottierhandschuhen) oder weichen Bürsten (Frottierbürsten). Durch dasselbe wird nicht nur die Haut von den obersten Schichten der eingetrockneten Epidermis befreit und deshalb weicher und geschmeidiger gemacht, sondern es wird auch durch die Reizung der Hautnerven eine in vielen Fällen außerordentlich wohlthätige Erregung des Rervensystems und durch die Steigerung des Blutzuflusses zur Haut eine erhöhte Wärme derselben und eine Steigerung der Schweißabsonderung herbeigeführt. Besonders wohlthätig ist das F. nach kalten Bädern und kalten hen ein trefuich und bildet in Verbindung mit solchen ein treffliches Mittel gegen rheumatische Affektionen und zur Abhärtung gegen Erkältungen. Ebenso spielt das F. bei den Wiederbelebungsversuchen Scheintoter eine sehr wichtige Rolle. — Frotteur, einer der frottiert, auch den Fußboden bohnt; Frottoir, Frottierlappen, Frottierbürste. Zrottiersts (der Parkettfußböden), s. Bohnen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 382Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 4

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Heilkunde 6