FeedFundybai
ErdkundeBrockhaus 1882

Fundybai, Meerbusen an der Ostseite Nordamerikas, in 44 bis 45 30 nördl. Br., erstreckt sich baumch der Küste des Staates Maine und Neubraunschweig im W. einerseits und der Halbinsel Nova-Scotia im O. andererseits in nordöstl. Richtung und hat 40 — 60 km Breite bei etwa 200 km Länge. Der Eingang wird durch die zu Neubraunschweig gehörende Insel Grand-Manan ungleich geteilt. Die F. endet in zwei Ausläufern: die Chiegnectobai in nordöstl. Richtung, von welcher ein 29 Em langer Kanal zur Northumberlandstraße im St. Lorenzgolfe projektiert ist, und die Mines bai, in östl. Richtung, an welcher die von den Engländern zerstörten b, cber ungen schen Kolonien lagen. Die F. ist tief, aber wegen der Wetterzufälle schwierig zu befahren; die Flut steigt hier an manchen Stellen bis zu 21 m und rückt reißend schnell vor. Die zahlreichen Häfen sind von englisch sprechenden Fischern, Schiffern und Schiffbauern bevölkert, französisch sprechende finden sich (einige Tausende) nur in Digby, Narmouth und Westmoreland. Außer dem großen River St.⸗John ergießen sich zahlreiche kleinere Flüsse in die Bai; der St.⸗Croix mündet in die Passamaquoddybai, welche zum größern Teile dem Dominium Canada, zum kleinern dem Staate Maine angehört.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 410Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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