FeedFuta Djallon
ErdkundeBrockhaus 1882

Futa Djallon, der südliche Teil Senegambiens, südlich vom Rio Grande bis an die Sierra Leoneküste, durchflossen von den aus dem gebirgigen Landesteile Labe im O. herkommenden Rio Grande, Rio Nußez, Rio Pongo, Rio dos Carceres oder Scarcinsfluß u. s. w., besteht aus herrlich bewaldeten, zerschnittenen Plateaulandschaften, welche Ber5. während sieben Monaten Regen 3ulhe er Herrscher oder Almamy ist, wie in allen Fulbeländern, zugleich weltliches und geistliches Ober-Rahin und betrachtet sich als den direkten Erben des alifen. Derselbe hat sich 1881 unter das Protektorat der Franzosen gestellt. Hauptstadt des Landes ist Timbo, in 10˙ 40 nördl. Br. und 610 m Höhe, ein Ort von 2450 E.; etwa 10 km östlicher, am Bafing, liegt Sokotora, der Landsitz des Almamy. Der größte Ort des Landes aber ist Tuba, 6 Tagereisen vom Rio Grande entfernt, in den Bergen, in 750 m Höhe, im Landesteile Labe, mit etwa 800 Häusern, der größten Moschee im Lande und der höchst geschätzten Geistlichkeit. Die Bewohner, die Dhialonkehs, sind Neger aus der Mandingofamilie, über welche aber seit Mitte des 18. Jahrh. Fulahs herrschen; man spricht daher das Mallinkeh und das Fuldeh. Futa Toro, Landstrich Senegambiens in Westafrika, in 15—16 nördl. Br., südlich am Senegal, zum Teil seit 1860 von den Franzosen annektiert. Einschließlich des am Senegal gelegenen franz. Bezirks Podor (3000 C.) schätzt man die Zahl der Bewohner auf 300 000 E., meist mohammed. Fulas. . ist meist eben, fruchtbar und reich, besonders an amarindenwäldern und an Eisenerz, aus denen in den echmoenwi von Kanel treffliches Gußeisen ausgeschmolzen wird, aus welchem Kessel geschmiedet werden, die man verhandelt. In Medina befindet sich eine maurisch-mohammed. Priesterkolonie, wo Mauren und Neger den Koran studieren. Futaille (rz.), Faß; auch kollektiv: Fässer, Faßwerk. (S. Fustage.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 432Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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