Fustanella, ein Teil der modernen griech. Nationaltracht, der jedoch nur dem männlichen Geschlechte auf dem Festlande und in Morea eigentümlich ist, das sog. Albaneserhemd. Das Wort 1— von dem türk. fystan. Die Tracht ist urprünglich albanesisch und wurde namentlich seit 1770 in Morea und Rumelien besonders von der Jugend immer allgemeiner angenommen; es trugen die F. meistenteils die bewaffneten Griechen, namentlich die Armatolen, die lokalen Milizen und die Klephthen, und sie ist später auch für die irreuläre Miliz des Königreichs Griechenland beibehalten worden. Im allgemeinen wird sie auf dem griech. Festlande von den Landleuten getragen; das europ. Kostüm findet sich außerhalb Athen nur hin und wieder bei Griechen in den größern Städten. Die von der Taille bis an die Knie reichende, durch einen Zug über den Hüften zusammengehaltene, glänzend weiße 0 besteht aus einem Gewebe von feiner Baumwolle (bei den Landleuten ist der Stoff gröber) und geht nach den Knien zu in weite Falten aus, welche vorzugsweise ein Gegenstand der Sorgfalt sind. Der untere Saum wird bei Vornehmern durch Stickereien verziert. Die Bewohzer der Inseln tragen statt der F. weite, bauschige Beinkleider von bunter Baumwolle, bisweilen auch von Seide.