Gätinais, alte Landschaft in Frankreich, zerfiel in das französische G. mit der uuit der On Nemours und in das Orléanssche G. mit der Hauptstadt Montargis, zusammen etwa 5620 akm groß. Das Land ist meist fruchtbar; nur im westl. Teile liegen ganz undurchlässige Plateaus, auf welchen ehemals namentlich im Winter das Regenwasser in großen Gätines genannten Flächen stehen blieb und den Boden unfruchtbar machte. Diese sind jetzt durch die Drainage fast beseitigt und das Land wird allmählich besser. Einen Teil besaßen die Grafen von Anjou; Philipp I. zog gegen Ende des 11. Jahrh. das Lehn ein.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 589Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei