FeedGeburtsmakel
Sitten & ModeBrockhaus 1882

Geburtsmakel nennt man die nach älterer deutscher Rechtsanschauung den unehelichen Kindern anhaftende Anrüchigkeit. Sie waren z. B. von dem Eintritt in Zünfte ausgeschlossen. Durch Legitimation konnte diese Anrüchigkeit aufgehoben werden. Neuere Gesetze haben diesen G. beseitigt. Indes entbehren auch jetzt noch uneheliche Kinder einer adeligen Mutter des Adels.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 624Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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