Gelsenkirchen, Stadt in der preuß. Provinz. Westfalen, Regierungsbezirk Arnsberg, Landkreis Bochum, 6 km im NW. von Bochum, Station der Linien Oberhausen-Herne und Kray-G. der Preußischen Staatsbahnen, zählt (1880) 14615 Gunahme seit 1870 um 30 Proz.) C., davon 9629 Katholiken, 4662 Evangelische, 321 Juden, ist Sitz eines Amtsgerichts und einer Reichsbanknebenstelle und hat eine Rektoratschule, drei höhere Töchterschulen, Gewerbeschule sür Mädchen, zwei Dampfkesselfabriken, eine Gußstahlfabrik, eine Hohofenanlage zur Verhüttung von Roheisen, Eisengießerei, Ziegeleien, Kalkbrennereien, Kohlendestillation und eine Seifenfabrik. G., vor 25 Jahren noch ein unbedeutendes Dorf, hat bedeutenden Steinkohlenbergbau mit mehrern Kohlenbahnen; die Zechen Hibernia, Rhein-Elbe und Wilhelmine Victoria lieserten 1875 22641187 Ctr. Kohlen (namentlich Gaskohlen) im Werte von 7924 415 Mark.