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ErdkundeBrockhaus 1882

Genesee, ein unweit des Quellengebiets des Susgquehanna und Alleghany entspringender Fluß der Vereinigten Staaten von Amerika, welcher im Staate Pennsylvanien an dessen nördl. Grenze entsteht und alsdann in fast nördl. Richtung den westl. Teil des Staates Neuyork durchläuft, bis er f11 km unterhalb Rochester nach einem Lauf von 230 km in den Ontariosee mündet. Der G. ist wegen der romantischen Reize seines Thals be⸗ )rühmt. Unweit des Städtchens Portage im Staate Neuyork wird er auf seinem mittlern Lauf von senkirechten, 120 mehohen Uferwänden eingeengt, nachndem er mehrere Kilometer oberhalb drei Wasserfälle von 18, 24 und 34 m Höhe gebildet hat. Kurz vor Rochester beginnt eine Reihe von Stromschnellen, welche bis in die Stadt hineinreichen, während er unmittelbar unterhalb derselben in einem gebrochenen Wasserfall von 26 mdie Spiegelhöhe des Ontariosees erreicht. Bis zu diesem Punkte ist er auch für größere Bartey⸗ chiffbar. Der 200 Km lange Genesee-Valley-Kanal beginnt bei Rochester und überschreitet mittels eines Aquädukts bei Portage den Fluß. Außerdem führt der G. auch dem Eriekanal (s. d.) Wasser zu, welcher ihn bei Rochester auf einem aus neun Bogen bestehenden Aquädukt überschreitet, von denen jeder eine Spannweite von 15 mhat. Geuesimantie (grch.), Weissagung des zukünftigen Schicksals eines Kindes aus besondern Umständen bei der Geburt oder aus gewissen Körpereigenheiten desselben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 761Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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