Gensva, der lat. Name von Genf. Geneva, schön Leuvort Stadt im County Ontario im Staate Neuyork mit (1880) 5878 E., darunter 1261 Ausländer. Am nördl. Ende des Senecasees, 40 km westlich von Auburn und 80 km ostsüdöstlich von Rochester gelegen, sioht es mit dem an der südl. Spitze des Sees befindlichen Watkins durch +.%„ in Verbindung. G. bildet den nördl. Ausgangspunkt der Geneva-Ithaca-Sayre-Eisenbahn und liegt außerdem an einem Zweig der Neuyork-Central-Eisenbahn, sowie am Cayuga-Seneca-Kanal. Es ist der Sitz des 1825 gegründeten Hobart-College (episkopal) welches (1882) 11 Lehrer, 68 Zöglinge und eine Bibliothek von 14000 Bänden hat. Geneève, der franz. Name von Genf. Genêver (frz. Genièvre, engl. Gin) heißt ein Wacholderbranntwein, der besonders in Holland fabriziert und von dort weithin verführt wird. Die Hauptingredienzien zu dem echten G. sind Gerstenmalzmehl, Reismehl zur weingaren Mais 0 welche sodann über Wacholderholz und Wacholderbeeren destilliert wird. Auch in Deutschland wird viel G. dargestellt, der beste ist der Steinhäger Wacholderbranntwein (in Westfalen) und der Bommerlunder (in Schleswig). In den meisten Liqueurfabriken stellt man gegenwärtig den G. durch Lösen von Wacholderbeeröl in Weingeist und Versetzen der Lösung mit Zucker⸗ und Färbesubstanzen dar. G Schweden werden die gewöhnlichen wohlfeilen Geneverbranntweine aus Roggen und einer dort oft vorkommenden Art von Waldameisen gebrannt. Genevieve (frz.), Genoveva. „Genevois (Le), eine Landschaft in Savoyen, liegt sdlich von * zwischen den ehemaligen Provinzen Faucigny, Obersavoyen, Savoyen und Carouge und umfaßt das Gebiet des Rhönezuflusses Fier und des Sees von Annecy. Von SO. nach NW. geneigt, ist das G. in seinem untern Teile nördlich von Annecy ein fruchtbares Berg⸗ und Hügelland mit Kornfeldern, Weinbergen und Kastanienwaldungen, im obern Teile, dessen Kalkketten mit dem Mont-Trelod 2223 m, mit der Tournette 2357 m, mit dem es Boratpenta 2414 m erreichen, ein weidereiches Voralpenland. Die wichtigsten Wohnplätze sind, außer der Hauptstadt Annecy (s. d.), das altertümliche Städtchen Rumilly (4104 C.), 334 müber dem Meere am Cheéran unweit von dessen Mündung in den Fier gelegen, das industrielle Städtchen Faverges (3173 E.), 518 m über dem Meere, 8 km südöstlich vom See von Annecy an der Eau morte und die Flecken Thones (2777 C.) am Fier und Thorens (2574 E.), der Geburtsort des heiligen Franz von Sales, an der Filliere. Die Hauptverkehrsadern der Landschaft sind die Eisenbahn Annecy-Aix und die Poststraßen Annecy-Genf (42 km), die Dampferlinie des Sees und die an diese bei Doussard anschließende Straße nach Albertville (28 EKm). Im Mittelalter stand das G. unter eigenen Grafen, kam 1401 durch Kauf an Savoyen, in dem es eine besondere Provinz bildete, und 1860 an Frankreich, in welchem es das Arrondissement Annecy des Departements Hochsavoyen ausmacht.