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ErdkundeBrockhaus 1882

Georgetown, Stadt und Einfuhrhafen im District of Columbia der Vereinigten Staaten von Amerika, auf dem linken Ufer des Potomac, oberhalb Washington, von welchem es nur durch den Rock-Creek getrennt ist. G. wurde 1751 gegründet und erhielt am 25. Dez. 1789 seinen Freibrief als Stadt. Derselbe wurde jedoch 1871 aufgehoben. Die Stadt zählte 1850 erst 8366, 1880 dagegen 12578 E. Sein Handel ist nicht unbedeutend. Direkte Dampferlinien vermitteln den Verkehr nach Neuyork, Philadelphia, Boston, Baltimore und Norfolk, durch Eisenbahnen steht es mit dem Innern des Landes in Verbindung. Der Chesapeake-Ohio-Kanal endigt in G. und überschreitet den Potomae auf einem Aquädukt, welcher 440 mlang und sich Um über den höchsten Stand der Flut erhebt. Der Kanal liefert vorzügliche Wasserkraft. Dieselbe wird vornehmlich zum Treiben von Mahlmühlen verwertet. Die Lage der Stadt, welche sich an einen die Umgegend beherrschenden Höhenzug anlehnt, ist eine entzückende. Die Straßen sind schön und regelmäßig angelegt. Im nordwestl. Teil der Stadt liegt der durch seine Naturschönheiten und Grabstätten berühmte Oak-Hill-Cemetery. Von höhern Bildungsanstalten ist das im J. 1789 von den Jesuiten gegründete Georgetown-College zu nennen mit (1882) 44 Lehrern und 140 Studierenden und einer Bibliothek vonüber 33000 Bänden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 810Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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