FeedGuimaräes (mittellat. Vimaranes)
ErdkundeBrockhaus 1882

Guimaräes (mittellat. Vimaranes), Stadt in der portug. Provinz Entre Douro e Minho, Distrikt Braga, 55 km im NO. von Porto, in 243 m Höhe auf hohen Felsen gelegen, mit (1878) 7719 C. Über der von Mauern umgebenen alten Stadt liegt ein Schloß in Ruinen, von hohen viereckigen Türmen überragt, in welchem Alfons I., der erste König von Portugal, geboren wurde. Ferner steht hier der verfallene Palast der Herzöge von Braganza, die 1385 gegründete Kirche Säo-Miguel do Castello und die merkwürdige, 1387 bis 1400 gebaute Kirche Nossa-Senhora da Oliveira. Die Neustadt stammt aus dem 15. Jahrh. und hat schöne Häuser und Straßen. G. ist eine der industriösesten Städte Portugals; man fertigt Messer, Quincaillerie, Tafeldamast, Leder, Konfituren von Feigen und Pflaumen und treibt bedeutenden Wein⸗ und Branntweinhandel mit Porto. In der Umgegend entspringen Schwefelquellen, welche den Römern als die Aquae Laevae bekannt waren.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 608Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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