Hartloth, Strengloth, Hartschlagloth, n., frz. soudure f. forte, brasure, engl. hard-solder, brazer. Bewährte Mischungen sind: 1. Für Silber: 1 Gewichtsth. Messing u. 2 Gewichtsth. Silber. — 2. Für Mesfsing: 2Gewichtsth. Messingu. 1 Gewichtsth. Zink, in einem Tiegel geschmolzen u. dann in ein Gefäß mit Wasser gegossen, welches tüchtig umgerührt wird. Die so entstehenden Körner stößt man in einem Mörser, reinigt sie, vermischt sie mit einer gleichen Quantität Borax und rührt sie mit Wasser zu einem dicken Brei an. Die Löthfuge wird erst mit nassem Borax angefeuchtet, dann mit dem Löthbrei bestrichen und über ein Kohlenfeuer gehalten. Sobald das Metall anfängt roth zu glühen, verursacht man mit einem Federfächer oder dergl. Wind, bis das Loth gehörig fließt, und läßt es dann langsam abkühlen. Muß derselbe Gegenstand mehrmals gelöthet werden, so nimmt man bei jeder späteren Löthung mehr Zink dazu oder ersetzt dasselbe durch Zinn. — 3. Für Kupfer: ebenso wie für Messing, nur etwas weniger Zink und etwas mehr Borax. — 4. Um Eisen zu löthen, kann man in kleine Stückchen zerschnittenes Messingblech oder, bei stärkeren Gegenständen, auch Kupfer verwenden. Borax muß sehr viel zugesetzt werden; sübr. Löthen u. Weichloth.