Hausmarkre, f. hauszeichen, . frz. marque de maison, enseignedemaison, engl. mark, erchant-mark, Figuren, die seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrh. fast im ganzen nördlichen Europa als Wahrzeichen des Besitzes eines Grundstücks dienten u allmählich zu einer Art von bürgerlichen Wappen wurden. Sie haben fast stets einen senkrechten Grundstrich, das kulerum, an den schräge oder wägrechte Striche anschließen, so daß Figuren entstehen, bald Buchstaben, bald Maueranker, Kesselhaken, Krähenfüße, Merkurstäbe, griechische Kreuze, Wiederkreuze etc.; später kamen dazu Dreieck, Biereck, Pentagramm, Handwerksgeräthe, Werkzeuge etc. Sie sind oft mit dem Steinmetzzeichen verwechselt worden.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 19Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei