Heiligenschrein, m., Reliquienschrein, frz. éerin, m., chasse, f., engl.shrine, screen, Iat. arca, oista, feretrum, serinium, tumba, größeres Reliquiarium (s. d.) in Form eines Schreins, welcher den eigentlichen Reliquienbehälter, lat. capsa, capsella, einschließt u. in oder auf dem Altar, auch wohl in eigener Krypta oder Kapelle steht. Zuerst bediente man sich dazu einfacher hölzerner oder steinerner Särge. Später verwandelte man den Sarg in ein kleines kirchenähnliches Gebäude, dessen Außenwände, Giebel und schräge Dachflächen man mit Heiligenfiguren, Verzierungen und später auch mit gemalten Scenen aus dem Leben und der Martergeschichte des Heiligen schmückte. Die Form dieser Gebäude war gewöhnlich rechteckig, seltener kreuzförmig. Die offenen Seiten werden häufig mit von Engeln gehaltenen Vorhängen (engl. dosel, doser) verziert. Näheres s. im Art. Reliquiarium.