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Sagen & MythenBau-Lexikon 1881

Hercules, Herakles (Mythol.), Sohn des Zeus und der Alkmene. Zeus legte den Neugeborenen an die Brust der Here, ohne daß diese ihn kannte wodurch er unsterblich wurde. Durch ihn wird die höchste Körperkraft eines Mannes, mit allen Vorziigen des Geistes und Gemüths gepärt, bezeichnet Mehrere Dichter nennen ihn H. Musagetes und schildern ihn als mit Epheu, Pappellaub oder Lorbern bekränzt und eine Lyra in der Hand haltend. Gewöhnlich wird er als riesenhafter Mann von sehr kräftigem Körperbau, mit krausem, starkem Bart, in voller Lebensblüte, nackt oder mit einer Löwenhaut bekleidet und eine Keule in der Hand, abgebildet. H. hinterließ eine zahlreiche Nachkommenschaft(Herakliden). Er ist Symbol des Jahres mit 12 Monatren (die 12 Thaten des H.); darauf deutet auch die Verheirathung des H. im Olymp mit der Hebe, die ewige Verjüngung des Jahres andeutend; Andere betrachten den H. als Personifizirung der Eroberungszüge ganzer Völker oder Sinnbild männlicher Kraft und des Kulturganges, als Beweis der durch die Kraft des Menschen gezähmten Natur. Seine Attribute sind Wachtel, Quitten, eine Art Eiche und die Silberpappel. Auf christl. Kunstwerken kommt er als Prototypus des Petrus vor.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 35Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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