FeedHochofenschlame
NaturlehreBau-Lexikon 1881

Hochofenschlame, k. frz. scoriée f. du haut-fourneau, laitier, m., engl. hlast-furnace-cinder. Bei Darstellung des Eisens aus seinen Erzen ist es, um die dem Erz beigemengten Unreinigkeiten vom Metall trennen zu können, nöthig, der Erzmischung sogenannte Zuschläge (der verschiedensten Art, der Natur des Erzes entsprechend) zu d geben, wolche mit den fremdartigen Substanzen schmelz-t bare Verbindungen geben, die sich vom Metall abscheiden. Diese geschmolzenen Massen, wie sie bei der Eisenindustrie gewonnen werden, eignen sich sehr gut als Baustein und h werden behufs dieser Verwendung in kastenartige Formen gegossen, doch auch zu Cementbereitung werden sie verwendet (d. Art. Cement). Die Schlacken bestehen gewöhnlich aus kieselsaurem Eisenoxyd, Thonerde und Kalkverbindungen, worin 30—70% Kieselerde, bis 31 20% Thonerde und Kalk u. bis zu 30% Eifenoxyd sein können. Die chemische Zusammensetzung der Schlacken hängt natürlich ganz von den bei der Eisengewinnung gewählten Zuschlägen ab.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 46Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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