Essenz heißt dem ursprünglichen Begriffe nach der Auszug irgend einer pflanzlichen oder aus dem Tierreich stammenden Drogue, welche deren wesentliche (Daber 10 oder wirksame Bestandteile enthält. aher werden die ätherischen Ole im deutschen Handel oft, im französischen durchgängig E. genannt, weil sie den charakteristischen Sto der aromatischen Pflanzenteile darstellen. Eine andere Art von E. sind die mit Alkohol hergestellten Auszüge aromatischer Substanzen, welche man + Zusammensetzung von Riechwässern und zum Räuchern (Räucheressenz) gebraucht; dahin u z. B. Ambra⸗, Moschus⸗, Vanilleessenz. uch gewisse konzentrierte Präparate, die nur mit Wasser, Thee, Wein u. s. w. vermischt zu werden brauchen, um Getränke zu Habtt werden E. genannt, z.B. Punsch⸗, Bischof⸗, Maitrankessenz u. dgl. Esfequibo, die nordwesilichste der drei Grafschaften des brit. Teils von Guaiana (s. d.) in Südamerika, zwischen den Mündungen des Essequibo und des Orinoco, ein fruchtbares und reiches Land, das im ganzen die Natur von Demerara und Berbice teilt und ohne die wilden Indianer und das Militär eine ausschließlich ländliche Bevölkerung von ungefähr 25000 E. zählt. Der Fluß Essequibo, der alte ½½ der Eingeborenen oder der Araunama der Arawaken, der größte unter den Flüssen von Guaiana, entsteht etwa unter 0· 40 nördl. Br., im SW. der nur 200 m hohen (höchster Punkt 378 m) Sierra Acarai, welche sein 11500 qkm großes Becken von dem des Amazonenstroms trennt, hat schwarzes, aber durchsichtiges Wasser, an seinen und seiner Nebenflüsse Ufern undurchdringlich dichte Waldungen und ergießt sich nach einem gegen Norden gerichteten, vielfach gewundenen Laufe von etwa 960 km 1612 eine 30 km breite, von flachen Inseln in drei Arme, San-James, San-Peter und Parika, geteilte Mündung unter 7ꝰ nördl. Br. in den Atlantischen Ocean. Der stärkste der Mündungskanäle des Astuars ist ungefähr 3 km breit und 4 m tief, bietet aber der Einfahrt wegen der vorliegenden, weit in die See reichenden Schlammbänke große Schwierigkeiten; doch können Seeschiffe von 5 m Tiefgang mit Hilfe der Flut 70 km weit aufwärts gelangen bis zur obern Flutgrenze in der Nähe der untersten Stromschnellen bei der Ansiedelung Kukama-Serima, bei welcher die Granitregion beginnt. Trotz der vielen Stromschnellen, worunter der Waraputa⸗ und der Orotokofall namentlich hervorragen, wird der Fluß doch noch 630 Em weiter aufwärts durch Boote befahren. Das größte Hindernis bietet auf dieser Strecke der große Katarakt King Williams IV. unter 3² 13“ nördl. Br., ungefähr 500 km vor der Mündung. Der E. hat mehrere bedeutende Nebenflüsse, jedoch nur an der linken Seite. Die beträchtlichsten sind der 370 lm 7 Rupununi oder Weiße Fluß, der Siparuni oder Rote Fluß, der Potaro oder Schwarze Fluß, und der durch den Mazaruni verstärkte, 450 km lange Cuyuni oder Cuyuwini. Der Siparuni, welcher rechts die Rewa aufnimmt, bildet den großen Wasserfall Kutatarua (Truan oder Corona). Der Potaro soll in jeder Sekunde 600 ebm Wasser ergießen; er macht etwa in 5 nördl. Br. den 228 m hohen, ununterbrochenen Kainteur-Wasserfall, der 114 m Breite hat.