Eisbrütke, f. (Mühlenb.), besteht aus Bohlen, die nahe vor den Wasserrädern über das Gerinne gelegt werden, um dem Arbeiter im Winter beim Losschlagen des Eises zum Stehen zu dienen. lat. ferrum. I. Gewinnung des Eisens. Das Eisen, das wichtigste Metall für die Technik, ist zwar überall im Mineral⸗, Pflanzen-u. Thierreich verbreitet, kommt aber nur außerordentlich selten gediegen vor. Das vollkommen reine Eisen, welches nur auf chemischem Weg hergestellt werden kann, erscheint als schwarzgraues, äußerst schwer schmelzbares, feines Pulver, welches sich, nachdem es aus dem Zubereitungsapparat geschüttet worden, bald oberflächlich in Oxydverwandelt, indem es Sauerstoff aus der Luft anzieht. Seine Begleiter in der Natur sind Kalkerde, Thonerde, Bittererde, Schwefel, Arsenik, Kieselsäure, Kupfer, Mangan, Blei etc. Wenn Erze genügende Eisenmengen enthalten, um mit Erfolg das E. herausziehen zu können, heißen sie Eisenerze, frz. minerai de fer, engl. iron-ore. Aus den Eisenerzen gewinnt man das E. durch Erhitzen mit kohlenstoffreichen Brennmitteln, gewöhnlich im hohofen (s.d.). Diesem eigentlichen Schmelzprozeß im Hohofen aber geht eine mechanische Vorbereitung der Eisenerze voraus. Zuerst reinigt man die Erze durch Pochen und Waschen von sogenanntem tauben Gestein, u. läßt sie dann an der Luft liegen, bis man sie röstet. Nach dem Röstprozeß werden die Erze im Pochwerk gekleint und nun gattirt man, d. h. man mengt verschiedenartige Eisenerze, reiche u. arme, zu einem Erzsfatz von bestimmtem Prozentgehalt; es soll dadurch erreicht werden, daß kalk- und kieselerdereiche Erze in passendem Verhältnis beim Schmelzungsprozeß im Hohofen zusammenkommen, um eine weder zu streng⸗, noch zu leichtflüssige Schlacke möglichsteisenfrei bilden zu können. Wenn zu dieser Mischung die geeigneten verschiedenen