Höllenstein, m., frz. pierre f. infernale, engl. Iunar caustic, lat. Iapis infernalis, salpetersaures Silberoxyd; wird gewonnen, indem man metallisches Silber in verdünnter Salpetersäure löst und diese Flüstigkeit zur Krystallisation abdampft. Die krystallinische Salzmasse kann man schmelzen und in verschiedene Formen gießen. Dieses Salz wird in der Technik u. Medizin vielfach angewendet. Eine Haupteigenschaft desselben ist, daß es sich in Berührung mit organischen Substanzen unter Mitwirkung des Lichtes leicht zersetzt, indem das Silberoxyd sich mit der organischen Substanz verbindet, wodurch diese zerstört u. dann das metallische Silber in Form eines höchst feinen, schwarzvioletten Pulvers ausgeschieden wird. Auf dieser Eigenschaft beruht die Verwendung des Hes in der Photographie sowie auch die Anwendung als sogenannte unauslöschliche Tinte zum Zeichnen auf Leinwand etc. Man löst 6 Th. Soda und 17 Th. arabisches Gummi in 30 Th destillirtem Wasser, und grundirtmit dieser Lösung den zu bezeichnenden Gegenstand. Nach dem völligen Trocknen beschreibt man dann diese Stelle mit einer Lösung von Th. salpetersaurem Silberoxyd und 1 Th. Saftg rün in 8 Th. Wasser mit einer Gänsefeder; bald treten dann, bes. an der Sonne, die schwarzen Schriftzüge hervor u. lassen sich durch Wasser nicht wieder wegwaschen.