Holzpflaster, n. (Straßenb.), Pflafter von Holzblöcken, besonders als Bodenbeleg hölzerner fahrbarer Brücken, Durchfahrten in Gebäuden, auch als Straßenpflaster in Städten angewendet. 1. Würfel von Eichenholz in 20 bis 28 em. Größe, von quadratischer oder sechseckiger Grundform, welche auf einer Unterlage von trockenem Kalk und Sand verbandmäßig neben einander gesetzt, mit Sand überstreut, besser aber mit Asphalt überzogen und zuletzt mit einer Handramme geschlagen werden. — 2. Bei weitem dauerhafter wird dieses Pflaster, wenn man in die Seitenflächen der Klötze eine Nuth einarbeitet und dann zwischen je zwei Klötze eine Leiste einschiebt. Dabei müssen natürlich die Stöcke, wenigstens zu einer Reihe, gleiche Stärke haben. Per qm. braucht man je nach der Größe 18—25 Stück Klötze. — 3. H. für Straßen, Höfe etc. nach Nicolson: Auf das geebnete Bett schüttet man ein Gemenge von Steinkohlentheer, Sand und Kalk 25 en. hoch auf, Um die Bodenfeuchtigkeit abzuhalten. Auf diese Unterlage kommt nun die Pflasterung nach einer der folgenden Methoden: a) Man stellt fichtene Klötze von 10—15em ins Querschnitt und abwechselnd 10 und 20em. Höhe auf den Grund, indem man jeden derselben an die beiden benachbarten festnagelt. Die Räume über den kürzeren Klötzen werden mit kleinen Steinen ausgefüllt, die man feftrammt. Dann wird siedender Holztheer über die Fläche ausgegossen und dann 3 em. hoch trockener Sand aufgestreut und festgerammt. b) Man nagelt die Klötze nicht, sondern läßt Fugen von 1—2 cm. zwischen ihnen, die mit der Grundmasse ausgefüllt werden. e) Man verwendet statt der viereckigen Klötze von verschiedener Höhe runde Stammabschnitte von etwa 10 cm. Stärke und 15 — 20 m. Höhe u. füllt die Zwischenräume mit Grundmasse zur Hülfte, dann vollends mit kleinen Steinen aus. d) Man legt die, Schwellen von 10—15 em. Breite und 20 em. Höhe abwechfelnd mit Bretern von 2 em. Stärke und 10em. Höhe. Die Zwischenräume über den Bretern werden mit kleinen Steinen ausgefüllt und sonst wie bei a verfahren