FeedHütte
VerkehrBau-Lexikon 1881

Hütte, f., 1. franz. hutte, loge, échoppe, f., engl. hut, cabin, lodge, shed, ein Gebäude von Stroh, Schilf, Baumzweigen etc., welches nur für eine kurze Zeit errichtet ist, auch s. v. w. Bude. — 2. Auch manches einzeln stehende Gebäude, besonders zu Erzeugung und Verarbeitung von Rohmaterial, als Erzhütte, Pechhütte, Glashütte, Ziegelhütte etc., frz. usine, k., engl. work, s. Hüttenwerk, namentlich Gieß⸗ od. Schmelzhütte, frz. konderie, engl. foundry. — 3. (Schiffb.) auf Kriegsschiffen ein Gemach von 1,%I m. Höhe über der Schanze, das von dem Besahnmast bis an den Hackbord geht, zu beiden Seiten Kammern für die Schiffsoffiziere und hinten die Oberkajüte für den Kapitän enthält. — 4. (Kriegsb.) s. v. w. Baracke, Lagerhütte, bes. Erdhütte. Sie werden bei längeren Belagerungen rce. bei Mangel an Bretern und Strohre. zu Unterkunft der Truppen erbaut. Es wird eine 1m. tiefe Grube ausgehoben von 5 u. 6 m. Sohlenbreite, über der Sohlenmitte der Grube auf eingerammten Pfählen, 2 hoch, die Firstenpfette angebracht; auf dieser ruhen die Sparren, mit dem andern Ende liegen dieselben auf dem Erdboden; sie werden mitStangen, Reisig u. Erde über⸗ Fig. 2149. Durchschnitt nach el. Fig. deckt, die Giebelich Fenster und mit Rasen⸗ oder Luftziegeln aus⸗ EEgesetzt.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 69Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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