Karthause, k., frz. chartreuse, f., ital. certosa, span. cartuja, lat. Cartusa. Die Klöster des Karthäuserordens verlangen eine ganz eigenthümliche Einrichtung: ein großer Hof, mit Säulenhalle ringsum, dient als Kreuzgang und Begräbnisplatz; um ihn reihen sich die Zellengebäude (laurae). Jedes derselben, zur Wohnung nur eines Mönches bestimmt, bildet sozufagen ein Grundstückchen für sich, enthält Hausflur, Wohnzimmer, Küche, Schlafkammer u.Gärtchen. Die Abtwohnung ist natürlich größer, die übrigen Räume sind wie bei allen Klöstern, s. Kloster.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 158Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei