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BaukunstBau-Lexikon 1881

Knir, u. auch Knieholz genannt, gebogenes Holzstück, welches zu Befestigung zweier in einem Winkel zusammenstoßender Hölzer dient. — 2. frz. Coude, m., engl. knee, angle, elbow (Wasserb.), der Ort, wo zwei Hölzer oder Holzröhren in einem Winkel zusammenstoßen, oft durch ein gebogenes Röhrenstück, Anieröhre, vermittelt. — 3. Ebenso von eisernen Röhren. — 4. (Schiffb.) auch SIEIIoTHEE Frange genannt, frz. Courbe, engl. knee, ital. braceiuolo, span. curva, knie⸗ oder armförmiges Stück Krummholz. Man unterscheidet besonders: a) Deckknie oder Balkenknie (s. d.); b) Backenknie, auch Schloiknie genannt, die Schließknie des Galions, welche die Ausleger des Galions zu beiden Seiten mit dem Bug verbinden; e) Betingsknie, Stechknie des Betings, s. d. Art. Beting; d) Galionsknie, Stütze der Galions-Regelingen; e) Gillingsknie, s. d. Art. Gilling; t) Heckknie am Heckbalken und den Spiegelwrangen, liegen horizontal mit dem einen Arm am Heckbalken oder an einer Wrange, mit dem andern über mehrere Spanten hin; g) Hinterstevenknie od. Reitknie, der liegende Arm ist mit den Kielklötzen verbolzt, der stehende liegtam Achtersteven innen an; b) s. Kniehebel.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 197Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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