Kondensation, f. frz. Condensation, f., engl. ceondensation, s. (Dampfm.), der Akt, durch welchen der Dampf, nachdem er im Cylinder gewirkt hat, durch kaltes Wasser verdichtet wird und dadurch ein nahezu luftleerer Raum auf der Seite des Kolbens im Cylinderentsteht, auf welcher der Dampf eben gewirkt hatte. Man spricht von Dampfmaschinen mit und ohne Kondensation, je nachdem dies geschieht od. nicht. Bei Niederdruckdampfmaschinen (s. d.) bis zu zwei Atmosphären Dampfspannung ist die K. fast stets angewandt, indem der Gegendruck der Atmosphäre zu viel KHraft kompensiren würde. Die gewöhnliche Wattsche Niederdruckmaschine, sowie die Woolfsche Expansionsmaschine mit zwei Cylindern, in Spinnereien u. Webereien häufig angewandt, u. zwar dort meist in doppelter Gestalt, sind Bampfmafchinen mit K., wie auch die meisten Schiffs- und stehenden Dampfmaschinen, da bei diesen das Wasser gewöhnlich leicht zu haben ist. Bei Hochdruckdampfmaschinen mit fünf oder mehr Atmosphären Dampffpannung arbeitet man in Fällen, wo das Wasser zur Kschwer herbeizuschaffen ist, häufig ohne K. Eisenbahnlokomotiven sind Dampfmaschinen ohne K.