Kreupelboom, m. (Bot., Leucospermum cçonocarpum R. Br., Fam. Proteacenae), am Kaplande, giebt röthliches, zähes, aber weiches Holz, das lackirt gut aussieht. Die Rinde dieses Baumes ist ein gutes Gerbmittel. KRreuz, n. frz. oroix, f., engl. oross, griech. crooσos, lat. Crux. A. Ueberhaupt jede Figur, welche aus zwei quer über einander gelegten Theilen besteht, B. Hinrichtungswerkzeug bei den Römern u. Griechen. 30. Im Anfang war es als erux simplex, Srοροε, εανο hal nur ein einfacher, oben zugespitzter Pfahl, auf welchen die Ar Hinzurichtenden gepfählt wurden; später band man sie mit Stricken an den Pfahl. Noch später kannte man drei ver-Sck schiedene Formen: 1. erux decussata (0, Andreaskreuz po. (s. d.); 2. crux commissa (T), Antoniuskreuz (s. d.), kre 3. erux immissa (41), lateinisches K. Letzteres ist durch s.d den Tod Christi zum Symbol des Christenthums geworden. s. d. Art. Christus, Crucifix u. Kreuzigung in M. M. a. W. CO. (Herald.) eine der am häufigsten vorkommenden heraldischen Figuren, der Form nach sehr manchfach. Wir führen hier nur die hauptsächlichsten auf: 1. Gemeines, aufrechtes, gleiches, plattes K., frz. Croix ordinaire, engl. greek cross, s. Fig. 23924. — 2. Burgundisches K. Andreaskreuz, Schrägkreuz, lat. crus decussata, Andreana, frz. Croix de St. Andrérde Bourgogne, sautoir, engl. cross of S. Andrew, of S. Patrick, saltire, s. Fig. 2392. — 3. Stufenkreuz, frz. Croik péronnée enserrée de degrés, auch Absatzkreuz (. d. u. Fig. 26) genannt. — 4. Auf Stufen erhöhtes K., franz. oroix à degrés, wo nur am Fuß solche Stufen sind, wie beim vorigen an allen Armen. — 5. Alpenkreuz, frz. pentalphe, s. d. Art. Drudenfuß. 6.Achteckig geschlungenes Alpenkreuz,frzeroix pentagons entrelacée; s. Fig. 67 auf S. 44 im I. Bd. — 7. Ankerkreuz, frz. roix ancrée, engl. eross patonce, mit gespaltenen u ankerartig zurückgebogenen Armen. — 8. Mühleisenkreuz, frz. Croix anilée, nelée, nillée, engl. cross moline, in der Mitte viereckig durchbrochenes Ankerkreuz. — 9. Schächerkreuz, Gabel, lat. kurca, littera, Pythagorica, frz. C. pairlée, fourchee, s. Fig. 239206. — 10. Gefülltes Schächerkreuz, frz. gousset, engl. pall; s. Fig. 2392 d4. — IJ. Gabelkreuz (s. d.), gegabeltes K., besteht aus vier Schächerkreuzen, die mit den Stammenden zusammengefügt sind. — 12. Astkreuz, frz. roix écotée, clavelée, aus astigem Holzzusammengesetzt. — 13. Umgebogenes Gabel- oder Ankerkreuz, frz. Croix recerclée, dessen Armspaltungen in Voluten zurückgebogen sind. — 14. Apfelkreuz, Kugelstabkreuz, Pilgerstabkreuz, frz. eroin pommelée, pommée; s. Apfelkreuz und Fig. 219. — 15. Seilkreuz, frz. eroix cablée, croix ordée, Fig. 2392e; ist die Win-ke dung enger, so heißt das Kreuz gewunden, croix toxtillée — 16. Kronenkreuz, frz. oroix couronnée aux bouts, mit Kronen an den Enden der Arme; ebenso erklären sich — 17. Halbmondskreuz. — 18. Hleeblattkreuz, frz. oroix tréflée, fleuronnée, engl. bottonny cross. — 19. Lilienkreuz, frz. oroix florencée, fleurdelisée, engl. cross fleurie, fleurettee, mit französischen Lilien an den Enden. — 20. Nagelspitztreuz, frz. Eroix aux bouts fiehés; am Ende jedes Armes ist ein gleichseitiges Dreieck angesetzt, dessen Seite kürzer ist als die Breite des Armes. — 21. Rautenkreuz, frz. croix retranchée, mit quer an die Spitze der Arme angelegten Rhomben, wie Fig. 2392 ohne die Kugeln. — 22. Antoniuskreuz, Krücke, s. Antoniuskreuz. — 23. Krückenkreuz, frz. roix potencée, engl. eross potent, aus 4 Antoniuskreuzen zusammengesetzt. — 24. Halbes Krückenkreuz, richtiger halbe Krücke, Winkelmäß, frz. écarre, demi-potence, Figur in dieser Form (Halbkrückenkreuz, jedoch s.sub 29).— 25. Sparrenweise rechts oder links gebrochenes Kreuz, obevron oroisé oder alésé; s. Fig 2392 h. — 26. Triangelkreuz, Strahlspitzenkreuz, frz. Croix trianglée, wie 20, aber die Dreieckseite ist größer als die Breite des Armes. — 27. Gespitztes K., franz. croix aiguisée, engl. pointed eross, oross urdé, champain, mit Spitze, deren Dreiecksseite gleich der Armbreite ist. — 28. Hakenkreuz,frz. roix hamegonnée, garnie d'hamegons, gleich einem halbgekrückten K., aber die Winkelhaken unter spitzem Winkel angesetzt. 29. Halbgekrücktes K., frz. eroix cramponnée, C. 8 talon, K., dessen Arme halbe Krückenkreuze (Winkelmäße) sind; heißt auch Gnostikerkreuz, Thorhammer re., s. Fylfot. — Pfeilkreuz, frz. roix fléchée, wie 26, aber mit Widerken. — 31. Schlangenkreuz, frz. eroix givree, wo jeder rm in einen Schlangenkopf endigt. — 32. Doppeltes chlangenkreuz, frz. roix gringolée, Ankerkreuz mit chlangenköpfen. — 33. Wiedergekrücktes K., frz. oroix tencée et repotencée; s. Fig. 2392k. — 34. Wiedereuz, franz. oroix recroisettée, engl. eross orosslet; Fig. 2392g.— Mauergiebelkreuz, frz. eroix pignonnés t vidée; s. Fig. 2392 1. — 36. Ständerkreuz, frz. oroix ironnse; s. Fig. 2392 k. — 37. Sternkreuz, frz. roix toilée; s. Fig. 23921. — 38. Verschobenes Winkelmäßreuz, frz. roix éclopée, équerrée; s. Fig. 2392m. — 9. Jerusalemskreuz, Krückenkreuz mit kleinen griechischen dreuzchen zwischen den Armen. — 40. Katharinenkreuz, Aurch ein Rad gestecktes Krückenkreuz. Grabkreuz auf dem Friedhof von S. Mary le Wigford in Lineoln D, Kirchengeschichtlich entwickelt, aber ebenfalls oft in Wappen angewendet, sind folgende Kreuzformen: 1. Das Passions-od. hohe lateinische Kreuz (),lat. orux immissa, vor, ferner mit gespaltenem Fuß, croix kendue; unten gespitzt, au pied aiguisée; an allen Armen gespitzt, orois aiguisée s. oben CO. 27; an den Armen zweimal gespitz (gleich Wimpeln), oroix doublement „chée; an den Armenden gezahnt, orois dentelée aux bouts; kreuzförmig durchbrochen, ausgebrochen, eroix vidée; rund durchbrochen, oroix perose, in der Mitte (quadratisch ausgebrochen etc. Man unterscheidet am lateinischen K. den Stamm, das Haupt und 2 Arme. Diese bilden zusammen den Querbalken, frz. traverse, engl. eross-piece. — 2. Das gleicharmige K(U, auch wohl, obgleich ungenau, griechisches K. genannt, frz. Croix grecque, engl. greek cross, s. unten sub d. Diese Form kommt auf Münzen des 4. Jahrh., in den Katakomben re. vor, und wird noch jetzt, als Weihekreuz, in Medaillons etc. von der katholischen Kirche eben so viel gebraucht als von der griechischen. Vie einfachste u. älteste Art der Verschönerung dieses Kreuzes bestand in Verbreiterung der Armenden, theils nach Art des „Eisernen Hreuzes“, als Tatzenkreuz, frz. eroix Ppattée, theils geradlinig, s. unten sub 9; die beliebteste blieb durch alle Zeiten des Mittelalters und der Renaissance die kleeblattförmige Gestaltung der Armenden, . 3. B. Fig. 2393. — 3. Bas ägyptische, alttestamentliche, T-förmige od. Antoniuskreuz, frz. eroix de St. Antoine, engl. tace, egyptian oross, kommt auch gelehnt, Tau en bande, en barre, vor; ist der Stamm im Verhältnis zu den Armen sehr lang, so heißt es Krücke, potence. — 4. Das halbe Krückenkreuz f. oben O. 24. — 5. Das Andreaskreuz s oben O. 2. — 6. Doppelkreuz, erzbischöfliches Kreuz, Kardinalskreuz, franz. eroix archiépiscopale, latein. K. mit 2 Querbalken oder vielmehr mit Ouerarm u. Schriftzettel; sind beide Querarme gleichlang, so heißt das K. das lothringische; kommt zu den beiden Querarmen noch ein Suppedanenm, also ein kleiner Querbalken am Fuß des K.es, so entsteht das Patriarchenkreuz, Metropolitankreuz, croix patriarchale; steht dieser untere Querbalken schrüg, so ist dies das wirkliche griechische „Kreuz; fällt dabei der obere kleine Auerarm, Schriftzettel, htitulus, weg, so entsteht das russische K. Dies wird fälschlich ungarisches genannt, letzteres ist vielmehr ein nschiefstehendes, gleicharmiges K. auf einem Reichsapfel. — 7., Papstkreuz, frz. orois papale, eroix patriarchale à triple traverse, engl. triple-cross, mit 3 Querbalken, nderen unterster der breiteste ist. — 8. Erzbischofskreuz, sehr „langer Stab mit kleinem K. — 9. Gespaltenes Tatzenkreuz ö oder mantuanisches K., frz. croix pattée, engl. cross paté, formé, formé, s. Fig. 2392 u. — 10. St. Jakobsnkreuz, in Form eines kurzen Schwertes mit Lilien an den nArmen (am Griff). — 11. Malteser-od. Johanniterkreuz, frz. eroix de Malte; s. Fig. 23920. — 12. Das Templeisenkreuz, auch Gnostikerkreuz, Fylfot genannt, s. v. w. halbgekrücktes K., s. O. 29. — 13. Tolosanisches K., frz. ncroix de Toulouse; s. Fig. 2392 p. — 14. Das Schächerhkreuz, s. oben. nE. Ein K. als Attribut kommt sehr vielen Heiligen zu; eine geht mit dem Helm rechtwinklig, die andere parallel; man benutzt sie zur Anfertigung der Zapfenlöcher. Kreuzband, u., 1. frz. entre-toiseé f. en sautoir, engl. Cross-stay, saltier-cross-bar, Vereinigung von 2 sich durchkreuzenden Bändern im Fachwerk; s. d. Art. abkreuzen 2. und Andreaskreuz 3., sowie Band II. 1. 2. 2. Als Thürbeschläge; franz. 16, m., té simple, engl. double garnet; s. d. Art. Band VI. b. 4. S. 247, sowie Fig. 407 u. 408. EKreuzbau, m. Kreuzwerk n., Ouerbau, m., frz. Croisée, kK., engl. transepts, pl., Gesamtheit beider Kreuzarme im Kirchengrundriß als Bautheil; vgl. d. Art. Kreuzschiff und Vierung.