Kupferdraht u. Aupferblech. Es ist nämlich sehr geschmeidig, läßt sich daher zu sehr dünnem Blech ausschmieden u. auswalzen und zu feinem Draht ziehen, ist härter als Gold u. HEIDELBERG O Universitatsb Elastizität des K.s sowie über sein Gewicht s. d. Art. Elastizität, Festigkeit und Gewicht; trockene Luft greift es nicht an, bei der feuchten ist die Einwirkung nur langsam, es erzeugt sich der sog. Grünspan, ein grünes, kohlensaures Kupferoxyd; Kupferdraht besitzt eine Dichtigkeit von 8,3 geschmolzenes K. von 8,8so, geschlagenes K. von 8,3950.— Man gebraucht es zum Dachdecken, zu Herstellung von Münzen, Kesseln, Pfannen, Blasen, Ornamenten, Dach- oder Küchenröhren etc. Zum Gießen eignet es sich schlecht, weil es leicht blasig u. porös wird, wenn man nicht etwas Zink oder Zinn zusetzt; wenn es viel Kohlenstoff enthält, ist es rothbrüchig; wenn es Kupferoxydul enthält, kaltbrüchig. Ferner als Aeberzug über andere Metalle. Zu diesem Behuf erhitzt man ein Gemisch von 12 Th. gereinigtem und gepulvertem Weinstein mit 1 Th. kohlensaurem Kupferoxyd und 24 Th. Wasser bis auf ungefähr 605 R.; in dieser Wärme erhält man es, bis das von der Zersetzung des kohlensauren Kupferoxyds herrührende Brausen aufgehört hat, und fügt dann so lange gepulverte Schlämmkreide in kleinen Portionen (usammen ca. 3 ½ Th.) hinzu, als noch Aufbrausen erfolgt. Man erhält hierbei eine dunkelblaue Flüssigkeit, welche aus weinsteinsaurem Kupferoxyd, in neutralem weinsteinsauren Kali gelöst, besteht, u daneben einen reichlichen Bodensatz von weinsteinsaurem Kalk Hat sich letzterer hinreichend abgesetzt, so gießt man die darüber stehende Flüssigkeit in reine Filter und seiht den Bodensatz zu wiederholten Malen, jedoch im ganzen mit nicht mehr als 48 Th. Wasser aus, indem man jedesmal absetzen läßt u. das Flüssige aufs Filter bringt. Die zu verkupfernden Gegenstände werden wohl gereinigt u. in die Flüssigkeit gelegt, so daß sie vollständig bedeckt sind; dabei wird der Niederschlag sofort eintreten. Aupferasche, frz. paille f. de cuivre, engl. Copperscales, Pl. Wird das Kupfer bis zum Glühen erhitzt und einige Zeit unter dem Zugange der Luft darin erhalten, so wird die Oberfläche mit einer schmutzigen Oxydschichtüberzogen, welche man Kupferhammerschlag oder Kupferasche nennt und die zum Putzen von Metall gebraucht wird. KAupferblech, frz. cuivre m. en plaques, feuilles f. pl. de C., engl. oρpper-sheet, ist weit dauerhafter als Eisenblech; es wird theils gehämmert, theils gewalzt; es kommt auch jetzt noch in Rollen von 1½ Fuß Breite und 20 Fuß Länge oder in Tafeln von 5—6 Fuß Länge und 2½ bis 3 Fuß Breite in den Handel. Das dünnste, 0,½ m. stark, heißt Rollkupfer oder Flickkupfer, die dicken Sorten heißen Dachblech, Rinnenblech, Schlauchblech, Kesselblech etc. Die für kupferne Deckplatten, also zu Kupferdach nöthige Stärke wird nach deren Gewicht bestimmt, und dieses braucht auf 1qm. höchstens 15 Pfd. zu betragen bei einer Länge und Breite der Platten von ca. 75 em. Da jedoch an den einzelnen Platten die nöthigen Falze abgerechnet werden müssen, so kann man die Größe dieser Platten nur zu 67em. im ◻annehmen. Auf 1 qm. würde man ungefähr 2½¼ Kupferplatten brauchen. freux, engl. tile-ore, zigueline, ist erdiges Kupferoxydul, s. Ziegelerz. Aupferbronze, f., s. d. Art. Bronzefarben. Hier folgt noch ein Rezept zu einer K. für Tapeten und Buntpapier. 5 Eg. Kampescheholz zweimal in Flußwasser ausgekocht, die Brühe durchgeseiht u. bis zur Hälfte eingedampft. Mit „Zusatz von 330 g. Zinnsalz (Zinnchlorür) bildet sich ein Niederschlag, der, wenn er von der Flüssigkeit abfiltrirt, gewaschen und getrocknet ist, eine dunkelblaue Farbe be1 kommt und mit Zusatz von Seife und Wasser, auf Papier 5 gestrichen u. mehrmals abgerieben, Metallglanz annimmt. Statt des Zinnsalzes kann Alaun od. doppeltchromsaures „Kali genommen werden. „Kupferdach, u., frz. Couverture Ff. en Cuivre, engl. . copper-Covering, s. d. Art. Dachdeckung u. Kupferblech. bibliothe Heidelberg DOFC