FeedDunker (Wilh.)
NaturlehreBrockhaus 1882

Dunker (Wilh.), Mineralog und Geolog, geb. 21. Febr. 1809 zu Eschwege, erhielt die erste Schulbildung in Kassel und besuchte dann das Gymnasium zu Rinteln. Hierauf widmete sich D. dem praktischen Berg⸗ und Hüttenfach, zunächst auf einigen hess. Bergwerken, bezog dann die Universität Göttingen und unternahm hierauf eine längere mineralog.⸗geolog. und metallurgische Reise nach dem Harz, Sachsen und Schlesien. Nachdem er ein Jahr lang zu Grünenplan im Braunschweigischen verweilt, um die dortige geologisch interessante Gegend, sowie den Eisenhüttenbetrieb auf der nahegelegenen Karlshütte kennen zu lernen, trat er beim Bergamt in Obernkirchen als Praktikant ein und übernahm 1837 die Stelle eines Lehrers für die mineralog. Wissenschaften an der neugegründeten wurde Mals Schule zu Kassel. Im J. 1854 wurde D. als Professor der Mineralogie und Geognosie an die Universität Marburg berufen. D. schrieb „Beiträge zur Kenntnis des norddeutschen Oolithgebildes und dessen Versteinerungen gemeinschaftlich mit Friedr. Koch, Braunschw. 1837), „Monographie der norddeutschen Wealdenbildunge (Braunschw. 1846), elndex Molluscorum Guincensium (Kass. 1853), Mollusca Japonicap (Stuttg. 1861), Index Molluscorum maris Japoniciv (Kass. 1882). Monographien einzelner Genera, sowie kleinere und größere konchyliolog. Aufsätze und geolog.⸗paläontolog.Abhandlungen finden sich in Zeitschriften zerstreut. Im J. 1846 gründete D. mit Herm. von Meyer die Zeitschrift Palaeontographica, Beiträge zur Naturgeschichte der Vorweltv. Nach von Meyers Tode trat Professor Zittel zu München in die Redaction ein.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 647Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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