FeedMarkstrahlen
PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Markstrahlen, m. pl., zeigen sich als sogen. Spiegel bei vielen Nutzhölzern, bes. von Laubholzbäumen. Es sind die Ueberreste des Zellgewebes des ursprünglichen Verdickungs-od. Wachsthumsringes (Cambium), welche durch die verholzenden Gefäßbündel in Form wãgrecht verlaufender Strahlen zufammengedrängt werden. Die ursprünglichen (primären) M. verbinden das Mark mit der Rinde, zwischen ihnen bilden sich in späteren Jahrgängen die sekundären M. Die Zellen der M. sind in der Regel horizontal langgestreckt, während die Zellen der Gefäßbündel in senkrechter Richtung gestreckt sind. Die meisten Bäume haben M. einerlei Art, manche dagegen breitere und schmälere neben einander.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 333Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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