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Handwerk & GewerbeBau-Lexikon 1881

Masse, f., 1. (Phys.) franz. wasse, f., engl. mass, die Quantität der in einem Körper enthaltenen Materie, wobei von der sonstigen Beschaffenheit des Körpers ganz abgesehen wird. Die Größe der M. eines Körpers beurtheilt man nach der Größe des Widerstandes, welchen derselbe infolge seiner Trägheit einer beschleunigenden oder verzögernden Kraft entgegensetzt. Aus dem Umstand, daß alle Körper im luftleeren Raum gleich schnell fallen, folgert man die Proportionalität der Masse und des Gewichtes. Wählt man zur Einheit diejenige Masse, welche von der Krafteinheit die Einheit der Beschleunigung erleidet, so kann man stets die Masse eines Körpers, dessen Gewicht Gist, ausdrücken durch den Quotienten 6/g, wobei g die Beschleunigung des freien Falles ist. — 2. frz. masse de fer (Bildh.), ein schwerer Hammer, womit der Meißel getrieben wird. — 3. s. v. w weiche Mischung aus verschiedenen Stoffen; so nennen die Stuckateure die Steinpappe (s. d.) und ähnliche Mischungen schlechthin M., ebenso die Former den fetten Formsand, die Töpfer die Thonmasse etc.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 338Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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